Wildwiesen schaffen Raum für alle


PRESSEMITTEILUNG


 

Ein Konzept für Wild, Wald und Landwirtschaft schafft Entlastung bei Schäden sowie Ausgleich für Wildtiere.

Am Mittwoch, 13. Oktober trafen sich Gemeinde, Landesforstdirektion, Landwirtschaftskammer und Tiroler Jägerverband auf einer Wildwiese in Telfs. In nur einem halben Jahr wurde aus einer ungenutzten, zugewachsenen Weide eine Grünfläche, die Lebensraum bietet und Schäden von Wildtieren vorbeugen soll. Was das Besondere an dieser Grünfläche ist, erklärt die Vize-Bürgermeisterin von Telfs, Cornelia Hagele: „Der Lebensraum von Wildtieren und Menschen rückt immer enger zusammen, gleichzeitig gilt es eine Klimakrise zu bewältigen sowie die Biodiversität zu fördern. Auch Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen galt es einzudämmen, sodass klar war, wir müssen etwas für das Wild zur Verfügung stellen, was allen nützt. Wir haben mit diesem Projekt eine Wiese geschaffen, die vor allem den Wildtieren von Insekt angefangen bis zum Hirsch, wie auch im Frühjahr dem Almvieh wieder als Nahrungsfläche zur Verfügung stehen soll.“

 

Dieses Beispiel fügt sich nahtlos in das Wildwiesen-Konzept der Landwirtschaftskammer Tirol, der Landesforstdirektion und des Tiroler Jägerverbandes ein. Ziel ist es mit der Pflege von ungenutzten Grünflächen mehr Nahrungsangebot fürs Wild zu schaffen und so den Wildeinfluss auf Schutzwälder und in landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren.

 

Rasche Wirkung

Die Aktion „Wildwiese“ war im Revier Telfs-Mitte mit einem raschen Erfolg gekrönt – Bereits seit Sommer, als das erste flächendeckende Grün die Wiese schmückte, konnte die Jägerschaft den regelmäßigen Besuch von Rehen, Hirschen und Gämsen auf der Wildwiese beobachten. Landesjägermeister Anton Larcher ist über diesen Erfolg sehr erfreut: „Wir möchten dieses Konzept noch stärker etablieren. Wir laufen in Gefahr aus einer Spirale von Flächenverbrauch, Naturnutzung, Bedarf an Schutzwald und an Klimafitten Wäldern ein völlig gestresstes und nachtaktives Schalenwild zu provozieren. Mit dieser Maßnahme soll hier gegengesteuert werden“.

 

Landesforstdirektor Josef Fuchs ist überzeugt von der guten Zusammenarbeit: „Dieses Projekt ist uns sehr wichtig, denn es kann somit für alle Seiten eine Verbesserung bewirkt werden. Wir stehen vor großen Aufgaben, insbesondere das Klima betreffend, und mit Wildwiesen an den richtigen Stellen als Steuerungs- und Entlastungsmaßnahme profitiert auch der Wald.“

 

Zusammenarbeit als Schlüsselfaktor

„Das Anlegen von Wildwiesen ist eine „Win Win“ Situation für alle Beteiligten. Es freut mich, dass hier alle Partner so gut zusammenarbeiten und das gemeinsame Interesse an einer Ausweitung auf weitere Flächen gegeben ist“, berichtet Lukas Peer, zuständiger Berater von der Landwirtschaftskammer Tirol dazu. Durch eine Mitnutzung der Agrargemeinschaft als Frühweide werden alle Synergien genutzt.

 

Projektinitiator Robert Prem hat bereits mehrere solcher Projekte betreut: „Insgesamt konnten wir in ähnlichen Projekten bereits 7 ha Grünfläche für Wildtiere schaffen, welche durch die Jägerschaft betreut und gepflegt werden.“ Dies soll allerdings nur ein Anfang sein und Beispiele wie diese noch viele Gemeinden, Reviere und Agrargemeinschaften zu solch einem Projekt motivieren. Zur Verfügung stehen dazu Fachberater von Landesforstdirektion, Landwirtschaftskammer und Tiroler Jägerverband um in der Anlage und Umsetzung zu unterstützen.

 

Bildmaterial (unentgeltlich zur Verwendung im Zusammenhang mit der Presseinformation):

Foto: Landesforstdirektor Josef Fuchs, Vize-BGMin Cornelia Hagele, Robert Prem, LJM Anton Larcher und Lukas Peer sind stolz auf den Fortschritt im Wildwiesen-Projekt. (c) TJV

 

 

 

 

 

 

 

 


Ansprechpartner:

Christine Lettl, MSc, Referat Öffentlichkeit, Medien und Veranstaltungen
Tel. +43 (0) 512 571093 19, Email: christine.lettl@tjv.at

Landesjägermeister DI (FH) Anton Larcher
Tel.: 0664 6181610, Email: anton@larcher.at

Email: christine.lettl@tjv.at