www.tjv.at | Foto: Kraißer

ÖJGV Akademie: Seminar für ÖJGV-Leistungsrichter

ÖJGV Akademie – Seminar für ÖJGV-Leistungsrichter am 04.05.2026

Am 4. Mai 2026 findet ein ONLINE-Leistungsrichter-Seminar statt.

Datum: 04.05.2026
Beginn: 18:00 Uhr

Anmeldung: https://www.oejgv.at/weiterbildung/
Online: via Microsoft Teams

Hinweis: Bitte verwenden Sie für die Registrierung zwingend dieselbe Mailadresse, mit der Sie sich später auch in das Meeting einloggen. Nur so kann Ihre Teilnahme verifiziert und bestätigt werden.

Inhalt: 3 Vorträge

  • „Erste Hilfe beim Hund“
    Vortragende: Mag. Angelika Putzenbacher
  • „Rassen des VBBFL Ö“
    Vortragende: Mag. med.vet. Diana Nadolph
  • „Rechtliche Rahmenbedingungen für die Haltung unserer Jagdgebrauchshunde“
    Mf. Dr. Walter Anzböck

76. Generalversammlung Klub Tirolerbracke

Klub Tirolerbracke- Einladung zur 76. Generalversammlung am 25. April 2026 – 9.00 Uhr

Im Anschluss an die Generalversammlung findet unsere Klubsiegerschau statt, bei der alle
interessierten Mitglieder die Möglichkeit haben, die vorgestellten Hunde zu sehen und die
Bewertungen der Richter mitzuerleben.

Trophäenschau Bezirk Imst 2026

Die heurige Bezirkstrophäenschau für das Jagdjahr 2025/26 findet am 25. und 26. April 2026 im Glenthof/Sportzentrum in Imst statt. Die Schau wird von der Bezirksstelle Imst des Tiroler Jägerverbandes mit Unterstützung der Bezirkshauptmannschaft Imst als örtlich zu ständiger Verwaltungsbehörde gemäß § 38 Tiroler Jagdgesetz durchgeführt.

Programm:

Samstag, 25. April 2026

12:00 Uhr: Saaleinlass
16:00 Uhr: Eröffnung durch Bezirksjägermeister Klaus Ruetz und Ansprachen der Ehrengäste.
Alle Jagdpächter und Jagdausübungsberechtigte werden gebeten, zum „offiziellen Teil“ der Trophäenschau um 16:00 Uhr anwesend zu sein.

 

Sonntag, 26. April 2026:

09:30 Uhr: Saaleinlass
10:30 Uhr: Musikalische Unterhaltung mit der „gramÅrtmusig“
16.00 Uhr: Veranstaltungsende

An beiden Veranstaltungstagen werden sie vom „Cafe Restaurant Glenthof“ verköstigt.

 

HINWEISE:

Vorzulegen sind alle Trophäen des Schalen wildes, die im Jagdjahr 2025/26 in einem Jagdgebiet des Bezirkes Imst erlegt wurden oder als Fallwild oder Straßenopfer angefallen sind. Die Trophäen von Rot- und Rehwild sind samt dem linken Unterkieferast, beim Rotwild der Klasse I und II auch mit Oberkiefer, vorzulegen. Die Jagdpächter und Jagdausübungsberechtigten haben dafür Sorge zu tragen, dass alle Trophäen (auch Fallwild und Straßenopfer) vorliegen. Jede Trophäe muss eine entsprechende Aufhängevorrichtung aufweisen und mit einem vollständig und korrekt ausgefüllten Trophäenanhänger versehen sein. Diese sind bei der Bezirkshauptmannschaft Imst, Jagdabteilung, erhältlich. Ebenfalls müssen entsprechende Aufhängevorrichtungen angebracht werden.

ANLIEFERUNG DER TROPHÄEN:

Die Trophäen sind am Mittwoch, den 22.04.2026, im Glenthof in Imst anzuliefern. ACHTUNG: Trophäen müssen eine entsprechende Aufhängevorrichtung vorweißen ansonsten können sie nicht angenommen werden.

13.00‒14.00 Uhr: HK Obsteig und Nassereith
14.00
‒15.00 Uhr: HK Imst
15.00
‒16.00 Uhr: HK Silz und Oetz
16.00
‒17.00 Uhr: HK Umhausen, Längenfeld und Sölden
17.00
‒18.00 Uhr: HK Pitztal I und Pitztal II

ABHOLUNG DER TROPHÄEN

Sonntag, 26.04.2026, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Klaus Ruetz, Bezirksjägermeister

Bezirksversammlung & Trophäenschau IBK-STADT

Einladung zur Trophäenschau und Bezirksversammlung Innsbruck-Stadt 2026

Sehr geehrte Innsbrucker Weidkameradinnen und Weidkameraden,
die Bezirksstelle Innsbruck-Stadt des Tiroler Jägerverbandes lädt alle Jägerinnen und Jäger der Landeshauptstadt zur Trophäenschau und Bezirksversammlung am

Freitag, den 24. April 2026

ab 17:00 bzw. 18:00 Uhr

im Tiroler Jägerheim, lng.-Etzel-Straße 63, 6020 Innsbruck,

recht herzlich ein.

 

Programm:

17.00 Uhr: Saaleinlass und Start der Trophäenschau

18.00 Uhr: Beginn der Bezirksversammlung Innsbruck-Stadt (18.30 Uhr)

 

Tagesordnung:

  1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Totengedenken
  3. Bericht des Bezirksjägermeisters
  4. Bericht des Kassiers
  5. Bericht der Rechnungsprüfer und Beschlussfassung über die Rechnungsabschlüsse 2025 der Bezirksstelle
  6. Bericht und Beschlussfassung über den Jahresvoranschlag 2026 der Bezirksstelle
  7. Jagdgesetznovelle 2026 – Änderungen und Ausblicke
  8. Vortrag eines Gastreferenten zu einem Thema aus der Jagdpraxis (Ankündigung folgt in weiterer Einladung) 
  9. Aktuelle jagdliche Themen und Herausforderungen im Zusammenwirken mit den Vertretern/innen der Stadt Innsbruck. 
  10. Tag des Wildes und Hubertusfeier 2026 
  11. Grußworte der Ehrengäste 
  12. Allfälliges 

 

Die Tiroler Jagdhornbläser sorgen wie immer für den festlichen musikalischen Rahmen.  Im Anschluss an die Bezirksversammlung dürfen wir Sie und euch traditionell zu einer Jause und Getränken einladen.

 

Wir freuen uns auf Ihr und dein Kommen!

Mit Dank und einem kräftigen Weidmannsheil verbleibt,

Franz Xaver Gruber, Bezirksjägermeister

 

 

HINWEIS NACH § 14 ABS. 3, 4, 5

DER SATZUNGEN DES TJV:

Die Bezirksversammlung ist beschlussfähig, wenn alle Per-

sonen, die zu diesem Zeitpunkt deren Mitglieder waren, späte-

stens zwei Wochen, im Falle von Wahlen vier Wochen, vor der

Sitzung persönlich oder durch Übermittlung des einen Hin-

weis auf Zeit, Ort und Tagesordnung der Bezirksversammlung

enthaltenen Mitteilungsblattes des Tiroler Jägerverbandes

(Zeitschrift „Jagd in Tirol“) ordnungsgemäß eingeladen wur-

den und mindestens ein Drittel dieser Personen anwesend

ist. Die Einladung zur Bezirksversammlung ist auch dann

ordnungsgemäß, wenn ein Mitglied in dem vom Tiroler Jäger-

verband zu führenden Mitgliederverzeichnis nur deshalb dem

falschen Bezirk zugeordnet ist, weil das Mitglied es unterlas-

sen hat, den Tiroler Jägerverband von einer Änderung seines

Hauptwohnsitzes, in Ermangelung eines Hauptwohnsitzes in

Tirol vom Wechsel des Bezirkes, in dem das Mitglied die Jagd

regelmäßig ausübt, schriftlich zu verständigen (§ 4 Abs. 2 lit.

g Satzungen TJV). Ist zu der für den Versammlungsbeginn

festgesetzten Zeit nicht die erforderliche Anzahl an Mitgliedern

vertreten, so ist nach einer Wartezeit von einer halben Stunde

die Bezirksversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der

anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Beschlüsse werden

mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.

Stimmenthaltung und ungültige Stimmabgabe gelten als

nicht abgegebene Stimmen (§ 14 Abs. 6).

 

Franz Xaver Gruber, Bezirksjägermeister

Webinar: Faszination Greifvögel – Falknerei

Greifvögel üben schon seit Jahrtausenden eine besondere Faszination auf Menschen aus. Insbesondere die Jagd mit einem Beizvogel stellt eine einzigartige Symbiose zwischen Greifvogel und Jäger dar. Auch in Tirol gibt es durchaus Einsatzbereiche für Falkner/innen. In diesem Webinar wird die Falknerei für interessierte Jäger/innen beleuchtet. Mit allgemeinen Informationen zu den Greifvögeln, ihren Merkmalen und Jagdmethoden, bis hin zum Beizvogel stellen Falkner die Falknerei vor und stehen für Frage und Antwort zur Verfügung.

ANMELDUNG:

Die Anmeldung zum Webinar ist nur online möglich!

HIER GEHT’S ZUR ANMELDUNG

Logo Falknerbund

Exkursion Birkwildbalz

Exkursion Birkwildbalz

Die Balz des Birkwilds ist ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von April bis Ende Mai treffen sich die Hähne bei Tagesanbruch am Balzplatz, um mit Imponiergehabe, Werbung und teils akrobatischen Sprüngen die Aufmerksamkeit der Hennen zu gewinnen. Begleitet wird das Ganze von typischen Lauten wie dem „Kullern“. Aus nächster Nähe lässt sich dieses Schauspiel allerdings nur schwer beobachten – schon geringe Störungen können dazu führen, dass die Balz abbricht.

Bei dieser Exkursion beobachten wir die Balz möglichst störungsarm von einem geeigneten Punkt entlang der Straße in Kühtai. Ein Aufstieg ist nicht erforderlich. Bitte an warme Kleidung und festes, wintertaugliches Schuhwerk denken, da es in den frühen Morgenstunden oft sehr kalt ist.

 

REFERENT: Andreas Hackl
DATUM & UHRZEIT: 18.04.2026, 05:00 Uhr
ORT: Kühtai
KOSTEN: € 20,-
TEILNEHMER: max. 15 Personen
ANMELDUNG: erforderlich

Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Trophäenschau Bezirk Reutte 2026

Die Pflichttrophäenschau des Bezirkes Reutte findet am 18. und 19. April 2026 in der Sporthalle Reutte–Schulzentrum statt. Die Trophäenschau wird mit Unterstützung der Bezirkshauptmannschaft Reutte als örtlich zuständige Verwaltungsbehörde gemäß § 38 des Tiroler Jagdgesetzes (i.d.g.F.) durchgeführt.

Die Eröffnungsversammlung ist am Samstag, den 18. April 2026, um 14.00 Uhr.

PROGRAMM
SAMSTAG, 18. APRIL 2026
»11.00 Uhr: Saaleinlass
»14.00 Uhr: Eröffnungsversammlung
»19.00 Uhr: Ende des ersten Tages

SONNTAG, 19. APRIL 2026
»09.00 Uhr: Saaleinlass
»11.00 Uhr: Jägerfrühschoppen
»16.00 Uhr: Trophäenabnahme

Die Trophäen können am Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 09.00 bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Die Eröffnungsversammlung
am Samstag wird von den Außerferner Jagdhornbläsern begleitet. Der Jägerfrühschoppen beginnt am Sonntag ab 11.00 Uhr.

Bitte die umliegenden Parkplätze nutzen, da die bisherige Parkmöglichkeit nicht mehr zugänglich ist.

Auf Ihren Besuch freut sich die Jägerschaft des Bezirkes Reutte.

WM Martin Hosp, Bezirksjägermeister

www.tjv.at | Foto: E. Rudigier

Bezirksversammlung Imst 2026

EINLADUNG zur Bezirksversammlung des Bezirk Imst

Freitag, 17. April 2026, 19:30 Uhr

Gasthaus Sonne in TARRENZ

 

T a g e s o r d n u n g

  1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellen der Beschlussfähigkeit
  2. Totengedenken
  3. Bericht des BJM
  4. Bericht des Kassiers und der Kassaprüfer
  5. Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss der Bezirksgeschäftsstelle und Entlastung des Bezirksjägermeisters und des Kassiers
  6. Grußworte der Ehrengäste
  7. Allfälliges

 

Hinweis gem. Satzungen des TJV:

Die Bezirksversammlung ist beschlussfähig, wenn alle Personen, die zu diesem Zeitpunkt deren Mitglieder waren, spätestens zwei Wochen, im Falle von Wahlen vier Wochen, vor der Sitzung persönlich oder durch Übermittlung des einen Hinweis auf Zeit, Ort und Tagesordnung der Bezirksversammlung enthaltenen Mitteilungsblattes des Tiroler Jägerverbandes ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens ein Drittel dieser Personen anwesend ist.

Die Einladung zur Bezirksversammlung ist auch dann ordnungsgemäß, wenn ein Mitglied in dem vom Tiroler Jägerverband zu führenden Mitgliederverzeichnis nur deshalb dem falschen Bezirk zugeordnet ist, weil das Mitglied es unterlassen hat, den Tiroler Jägerverband von einer Änderung seines Hauptwohnsitzes, in Ermangelung eines Hauptwohnsitzes in Tirol vom Wechsel des Bezirkes, in dem das Mitglied die Jagd regelmäßig ausübt, schriftlich zu verständigen (§ 4 Abs. 2 lit. g Satzungen TJV).

Ist zu der für den Versammlungsbeginn festgesetzten Zeit nicht die erforderliche Anzahl an Mitgliedern vertreten, so ist nach einer Wartezeit von einer halben Stunde die Bezirksversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig, wenn in der Einladung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthalten und ungültige Stimmabgabe gelten als nicht angegebene Stimmen (§14 Abs. 6 Satzungen TJV)

Mit der Bitte um verlässliche Teilnahme

Bezirksjägermeister Ing. Klaus Ruetz

Nachhaltiges Wildtiermanagement weiterentwickeln

Innsbruck, Igls – Die Anforderungen an die Jagd im alpinen Raum nehmen weiter zu. Neben den klassischen Aufgaben rücken insbesondere die Sicherung von Lebensräumen, der Umgang mit zunehmendem Nutzungsdruck sowie ein zeitgemäßes, wildökologisch fundiertes Management in den Mittelpunkt.

Am Samstag, den 11. April, fand die diesjährige Vollversammlung des Tiroler Jägerverbandes im Congresspark Igls statt. Zahlreiche Delegierte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Behörden nahmen daran teil. In seiner Ansprache an die Jägerschaft bedankte sich Landesjägermeister Anton Larcher für den guten Zusammenhalt im Lichte der vielen Herausforderungen, mit welchen die Jagd konfrontiert ist. „Ruhe, Besonnenheit und Verlässlichkeit ist es, was die Jägerschaft auszeichnet“, so Larcher.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Vollversammlung lag auf den neuen Richtlinien zur Bejagung des Schalenwildes. Ziel ist es, die Abschussplanung künftig noch stärker an wildbiologischen Grundlagen und klar definierten Zielbeständen auszurichten. Im Mittelpunkt steht dabei eine nachhaltige Entwicklung der Bestände unter Berücksichtigung von Lebensraum, Altersstruktur, Geschlechterverhältnis und Wildgesundheit.
Insbesondere reife Stücke übernehmen eine wichtige Rolle im Sozialgefüge und für die Stabilität der Population und sollen entsprechend berücksichtigt werden. Die Abschussplanung orientiert sich daher stärker an der Bestandsstruktur sowie am tatsächlichen Abgang. „Mit den Richtlinien schaffen wir eine klare, fachlich fundierte Grundlage für ein modernes Wildtiermanagement. Entscheidend ist, dass wir Bestände langfristig stabil und gesund erhalten und dabei die Lebensräume konsequent mitdenken“, berichtete LJM-Stellvertreter Artur Birlmair.
Die Situation für Wild und Wald und somit für Jagd und Forst bleibt angesichts von Klimaveränderungen, steigender Freizeitnutzung und wachsendem Nutzungsdruck herausfordernd. Diese Entwicklungen standen auch im Zentrum der Ansprachen des Landeshauptmann-Stv. ÖR Josef Geisler. „Die Jägerschaft ist ein verlässlicher Partner wenn es um die Erfüllung der Abschussquoten und das Management von Großraubtieren geht“, bedankt sich Geisler.
Larcher bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen innerhalb des Tiroler Jägerverbandes sowie mit allen Partnern und Behörden.
Die rund 16.000 Mitglieder des Tiroler Jägerverbandes sind neben der Grundaufgabe der Regulierung der Wildbestände wieder vielfältig im Einsatz gewesen, sei es beim Monitoring von Wildtieren, der Bekämpfung von Tierseuchen, den Wildschutz oder der Vorbeugung von Wildschäden.

  • Rund 16.000 Jägerinnen und Jäger sind in Tirol aktiv, davon 11,5 % Frauen
  • Die Jagdfläche in Tirol umfasst 1.244.466 ha und ist in über 1.300 Reviere gegliedert
  • Das Interesse an der Jagd bleibt hoch: In den Jungjägerkursen 2026 waren 680 Personen angemeldet
  • Etwa 80 % des erlegten Rotwildes sind keine Trophäenträger
  • 1.188 Rehkitze konnten im Jahr 2025 durch Drohnenpiloten der Plattform rehkitzrettung.at vor dem Mähtod bewahrt werden
  • In Tirol sind rund 100 Berufsjäger und 1.200 Jagdaufseher vereidigt, die sich um Monitoring, Betreuung und die Einhaltung des Jagdgesetzes kümmern
  • Wildtiere stehen zunehmend unter Druck: In Tirol werden täglich etwa 0,7 ha Naturraum verbaut
  • Im Jagdjahr 2025/26 wurde ein umfassendes Monitoring von Steinwild sowie Auer- und Birkwild durchgeführt, um fundierte Grundlagen für das Wildtiermanagement zu schaffen

Trophäenschau Seefeld – Jägerschaft zieht Bilanz und spricht Klartext

Volle Halle, zahlreiche Ehrengäste und klare Worte prägten die diesjährige Trophäenschau des Bezirks Innsbruck-Land in der Seefelder WM-Halle. Am 28. und 29. März 2026 wurde nicht nur das vergangene Jagdjahr gewürdigt, sondern auch offen über aktuelle Herausforderungen gesprochen. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr die zentrale Rolle der Jagd zwischen Naturschutz, gesellschaftlichen Ansprüchen und politischen Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt stand die Bilanz des Jagdjahres 2025/26. Bezirksjägermeister Thomas Messner berichtete von einer insgesamt sehr guten Abschusserfüllung. Beim Rotwild wurde eine Quote von rund 92 Prozent erreicht, beim weiblichen Rotwild ebenfalls 92 Prozent, beim Rehwild etwa 91 Prozent. Beim Gamswild lag die Erfüllung bei 76 Prozent. Diese Zahlen zeigen eine verantwortungsbewusste und konsequente Bewirtschaftung der Wildbestände im Bezirk.

Neben den Zahlen wurde auch die aktuelle Situation im Lebensraum deutlich angesprochen. „Wir haben mittlerweile rund um die Uhr Betrieb in unseren Wäldern“, betonte Messner und verwies auf den zunehmenden Freizeitdruck. Besonders nächtliche Aktivitäten im alpinen Raum würden das Wild stark beeinträchtigen. Die wiederholt geäußerte Kernaussage bringt die Problematik auf den Punkt: „Die Natur ist kein Fitnessstudio.“

Auch Vertreter aus Politik und Verwaltung unterstrichen die Bedeutung der Jagd. Landeshauptmann Anton Mattle würdigte die Leistungen der Jägerschaft und stellte fest: „Wenn eine Abschusserfüllung von über 90 Prozent erreicht wird, dann ist das nicht nur Leidenschaft, sondern Verantwortungsbewusstsein gegenüber der gesamten Bevölkerung.“

Bezirkshauptfrau Katharina Eberle ergänzte, dass Jagd, Forst, Gemeinden und Behörden nur gemeinsam ein funktionierendes Gleichgewicht gewährleisten können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den zunehmenden Herausforderungen für das Wild. Parasitenbefall und klimatische Veränderungen gewinnen an Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass Parasiten im alpinen Raum häufiger auftreten und Wildtiere zusätzlich unter Stress geraten, insbesondere durch intensive Freizeitnutzung. Gleichzeitig erschweren milde Winter die Bejagung, da sich das Wild länger in schwer zugängliche Hochlagen zurückzieht.

Auch große Beutegreifer bleiben ein Thema. Luchs, Goldschakal und Wolf stellen die Jägerschaft vor neue Herausforderungen. Zwar gibt es mittlerweile gesetzliche Regelungen zur Entnahme von Schad- und Risikowölfen, in der Praxis bleibt deren Umsetzung jedoch schwierig.

Die Trophäenschau selbst beeindruckte mit mehr als ca. 3.000 ausgestellten Trophäen und bot damit einen umfassenden Überblick über die Wildbestände und deren Entwicklung im Bezirk. Die präsentierten Stücke spiegeln eine stabile Altersstruktur und eine insgesamt nachhaltige Bewirtschaftung wider.

Ein wichtiger Teil der Veranstaltung waren die Ehrungen verdienter Mitglieder. Josef Neuner aus Scharnitz wurde zum Wildmeister ernannt, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Fritz Mayer erhielt das Verdienstabzeichen des Tiroler Jägerverbandes. Weitere Ehrenzeichen wurden an zwei engagierte Jagdpächter und verdienstvolle Hegemeister vergeben.

Auch organisatorische Entwicklungen wurden vorgestellt. Mit der geplanten digitalen Grünvorlage soll die Abschussmeldung künftig vereinfacht werden. Fotos mit GPS-Daten werden direkt erfasst und übermittelt, wodurch Verwaltungsabläufe effizienter gestaltet werden können.

Die Trophäenschau in Seefeld zeigte eindrucksvoll, dass die Jagd weit mehr ist als Tradition. Sie ist aktiver Natur- und Lebensraumschutz und gleichzeitig mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Für die Zukunft wird entscheidend sein, wie es gelingt, Wild, Lebensraum und gesellschaftliche Nutzung in Einklang zu halten.