Ausbildung zum Jagdaufseher

Der Jagdschutz umfasst den Schutz des Wildes vor Raubwild, Raubzeug und vor Wilderern und die Überwachung der Einhaltung des Tiroler Jagdgesetzes.

Für jedes Jagdgebiet (ausgenommen berufsjägerpflichtige Reviere) ist vom Jagdpächter ein Jagdaufseher zu bestellen. Die bestellten Jagdaufseher sind nach ihrer Bestätigung durch die Bezirksverwaltungsbehörde von dieser in Eid und Pflicht zu nehmen.

Der Jagdaufseher-Ausbildungslehrgang und die -prüfung werden einmal jährlich abgehalten.

Gemäß § 33a Abs. 5 lit. d sind nur Personen zur Jagdaufseherprüfung zuzulassen, die eine jagdliche Revierpraxis von mindestens 250 Stunden absolviert haben.

 

Jagdaufseher-Lehrgang 2026: ausgebucht

Der nächste Lehrgang findet im Frühjahr 2027 statt.

Der Lehrgang für Jagdaufseher findet in der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Rotholz, Rotholz 46, 6200 Strass im Zillertal statt.

  • Mo. 13.04. bis Sa. 18.04.
  • Do. 23.04. bis Sa. 25.04.
  • Mo. 27.04. bis Sa. 02.05.
  • Do. 07.05. bis Sa. 09.05.

Kurszeiten jeweils von 08.00 bis 16.50 Uhr

Prüfungstermine:
Detaillierte Einteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung folgt. Schießprüfung am 10.04.2026. Schriftliche und mündliche Prüfung jedenfalls: 11.05.2026 bis 13.05.2026

 

Die Anmeldung zu Ausbildungskurs und Prüfung ist bis 30.01.2026 ausschließlich bei der Geschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes möglich. Sämtliche Zulassungsvoraussetzungen müssen mit der Anmeldung (Revierbuch ausnahmslos vollständig) vorliegen. Ein Nachreichen von fehlenden Revierpraxisstunden ist ab dem 30.01.2026 nicht mehr möglich. Der Erste-Hilfe-Kurs kann bis Mitte Mai nachgereicht werden. Der Ausbildungslehrgang ist auf 35 Personen beschränkt und wird ab einer Teilnehmerzahl von mindestens 20 Personen durchgeführt. Die Kosten für den Kursbeitrag belaufen sich auf € 570,-.  Ausbildungsunterlage ist das Buch „Wildes Tirol – Lehrbuch des Tiroler Jägerverbandes“ (Kosten € 150,-).

Jagdaufseher-Infoblatt 2026

Kundmachung Land Tirol Jagdaufseherprüfung 26

Ansuchen um Zulassung zur JA-Ausbildung 2026

Weitere Downloads für Interessenten an der Revierpraxis

Anmeldeformular Revierpraxis

Merkblatt Revierpraxis

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Infoveranstaltung: TJG-Novelle Wolf und Landwirtschaft

Die Landwirtschaftskammer Tirol und der Tiroler Jägerverband laden Jagdpächter und Jagdleiter sowie Hegemeister in den kommenden Wochen zu Informationsveranstaltungen in allen Bezirken des Landes ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorstellung der Novelle des Tiroler Jagdgesetzes 2026 und die darin enthaltenen Neuerungen. Auf Basis der Senkung des Schutzstatus des Wolfes auf EU-Ebene, eine Anpassung, welche lange Zeit als unmöglich galt, wurde bereits im letzten Jahr begonnen, passende Regelung für ein verbessertes Wolfsmanagement aufzustellen. Durch den jahrelangen, konsequenten Einsatz der landwirtschaftlichen Interessenvertretung konnte diese wichtige Weiterentwicklung nun erreicht werden. Auf dieser Grundlage entstand schlussendlich die nunmehrige Jagdgesetznovelle, welche im Februar vom Landtag beschlossen wurde. Aus Sicht der Landwirtschaft und der traditionellen Almwirtschaft sind vor allem die schnelleren, unbürokratischen Entnahmen und der „Schuss auf Sicht“ bei direkter Gefährdung auf Almen und Weiden als großer Erfolg zu werten.

 

Informations- und Austauschtermine

Datum Uhrzeit Bezirk, Ort
10.03. 20 Uhr Kufstein, Hotel Andreas Hofer Kufstein
12.03. 20 Uhr Imst, LLA Imst
17.03. 19.30 Uhr Schwaz, Cafe Zillertal Strass i. Z.
18.03. 20 Uhr Reutte, GH Hirschen Reutte
23.03. 20 Uhr Innsbruck, Gemeindesaal Pfons
23.03. 19.30 Uhr Lienz, LLA Lienz
25.03. 20 Uhr Landeck, Gemeindesaal Schönwies
30.03. 20 Uhr Kitzbühel, Kulturhaus Reith b. Kb.

 

Wichtige Inhalte

Im Zentrum der Veranstaltungen steht die Vorstellung der neuen jagdgesetzlichen Bestimmungen, welche von unseren Jurist:innen verständlich erklärt werden. Besonders erfreulich ist, dass sich der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher die Zeit nimmt, um an den geplanten Info-Veranstaltungsterminen in den Bezirken teilzunehmen. Als Fachexperte wird er zur praktischen Umsetzung der Novelle aus Sicht der Jägerschaft referieren und insbesondere auf die Voraussetzungen zum „Schuss auf Sicht“ eingehen.
Von großer Wichtigkeit ist eine offene Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft. Um diese zu optimieren, gehen die Bezirksstellenleiter und Bezirksjägermeister explizit darauf ein, wie ein guter Austausch ablaufen sollte – sowohl bei einer Gefährdung durch den Wolf, als auch nach einem erfolgten Rissgeschehen. Kommt es in der Praxis sodann zu einer SMS-Benachrichtigung an die örtliche Jägerschaft zur Abschusserlaubnis, sollte für alle Beteiligten klar sein, was abgesprochen werden muss, damit die Erfüllung des Abschusses erfolgreich erfolgen kann. Die direkte Abstimmung vor Ort ist von zentraler Bedeutung und wird maßgeblich zum praktischen Gelingen beitragen. Für etwaige Fragen und Unklarheiten ist zum Abschluss eines jeden Termins eine ausführliche Frage- und Diskussionsrunde eingeplant.
Die Veranstaltungsreihe ist nicht nur als reine Informationsveranstaltung zu verstehen, sondern auch als Plattform, um Fragen zu klären, Missverständnisse auszuräumen, die  unterschiedlichen Bedürfnisse zusammenzuführen und wichtige Kontakte in der Region zu knüpfen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Mit den Informationsveranstaltungen setzen die Landwirtschaftskammer Tirol und der Tiroler Jägerverband ein klares Zeichen: Die Zukunft der Landwirtschaft, insbesondere der Alm- und Weidewirtschaft, und der Erfolg des Wolfsmanagements hängen von einer gemeinsamen Ausgestaltung der Jagdgesetznovelle ab. Gegenseitiges Verständnis, ein regelmäßiger respekt- und verständnisvoller Austausch sowie die breite Beteiligung der unterschiedlichen Akteur:innen auf regionaler Ebene werden der Schlüssel zu erfolgreichen Lösungen sein. Alle Landwirt:innen sind daher herzlich eingeladen, die Gelegenheit zu nutzen, sich über die geplanten Änderungen zu informieren und ihre Perspektiven einzubringen, um einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, der die Zusammenarbeit im ländlichen Raum stärkt und die Zukunft der Tiroler Kulturlandschaft sichert.

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Beschluss der Novelle zum Tiroler Jagdgesetz 2026

Am 4. Februar wurde die Novelle des Tiroler Jagdgesetzes beschlossen.
Die Dokumente dazu mit der beschlossenen Novelle finden Sie hier zum Download.
Eine Veröffentlichung in der konsolidierten Normfassung wird online gestellt, sobald diese seitens des Landes Tirol im Rechtsinformationssystem (RIS) zur Verfügung steht.

download_Antrag_pdf

download_Gesetz_nach_Beschlussfassung_pdf

Trophäenschau und Bezirksversammlung Innsbruck-Stadt

Einladung zur Trophäenschau und Bezirksversammlung Innsbruck-Stadt 2026

 

Sehr geehrte Innsbrucker Weidkameradinnen und Weidkameraden, die Bezirksstelle Innsbruck-Stadt des Tiroler Jägerverbandes lädt alle Jägerinnen und Jäger der Landeshauptstadt zur Trophäenschau und Bezirksversammlung am

Freitag, den 24. April 2026

ab 17:00 bzw. 18:00 Uhr

im Tiroler Jägerheim, lng.-Etzel-Straße 63, 6020 Innsbruck,

recht herzlich ein.

 

Programm:

17.00 Uhr: Saaleinlass und Start der Trophäenschau

18.00 Uhr: Beginn der Bezirksversammlung Innsbruck-Stadt (18.30 Uhr)

 

Tagesordnung:

  1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Totengedenken
  3. Bericht des Bezirksjägermeisters
  4. Bericht des Kassiers
  5. Bericht der Rechnungsprüfer und Beschlussfassung über die Rechnungsabschlüsse 2025 der Bezirksstelle
  6. Bericht und Beschlussfassung über den Jahresvoranschlag 2026 der Bezirksstelle
  7. Jagdgesetznovelle 2026 – Änderungen und Ausblicke
  8. Vortrag eines Gastreferenten zu einem Thema aus der Jagdpraxis (Ankündigung folgt in weiterer Einladung) 
  9. Aktuelle jagdliche Themen und Herausforderungen im Zusammenwirken mit den Vertretern/innen der Stadt Innsbruck. 
  10. Tag des Wildes und Hubertusfeier 2026 
  11. Grußworte der Ehrengäste 
  12. Allfälliges 

Die Tiroler Jagdhornbläser sorgen wie immer für den festlichen musikalischen Rahmen.  Im Anschluss an die Bezirksversammlung dürfen wir Sie und euch traditionell zu einer Jause und Getränken einladen.

 

Wir freuen uns auf Ihr und dein Kommen!

Mit Dank und einem kräftigen Weidmannsheil verbleibt,

Franz Xaver Gruber, Bezirksjägermeister

 

 

HINWEIS NACH § 14 ABS. 3, 4, 5

DER SATZUNGEN DES TJV:

Die Bezirksversammlung ist beschlussfähig, wenn alle Per-

sonen, die zu diesem Zeitpunkt deren Mitglieder waren, späte-

stens zwei Wochen, im Falle von Wahlen vier Wochen, vor der

Sitzung persönlich oder durch Übermittlung des einen Hin-

weis auf Zeit, Ort und Tagesordnung der Bezirksversammlung

enthaltenen Mitteilungsblattes des Tiroler Jägerverbandes

(Zeitschrift „Jagd in Tirol“) ordnungsgemäß eingeladen wur-

den und mindestens ein Drittel dieser Personen anwesend

ist. Die Einladung zur Bezirksversammlung ist auch dann

ordnungsgemäß, wenn ein Mitglied in dem vom Tiroler Jäger-

verband zu führenden Mitgliederverzeichnis nur deshalb dem

falschen Bezirk zugeordnet ist, weil das Mitglied es unterlas-

sen hat, den Tiroler Jägerverband von einer Änderung seines

Hauptwohnsitzes, in Ermangelung eines Hauptwohnsitzes in

Tirol vom Wechsel des Bezirkes, in dem das Mitglied die Jagd

regelmäßig ausübt, schriftlich zu verständigen (§ 4 Abs. 2 lit.

g Satzungen TJV). Ist zu der für den Versammlungsbeginn

festgesetzten Zeit nicht die erforderliche Anzahl an Mitgliedern

vertreten, so ist nach einer Wartezeit von einer halben Stunde

die Bezirksversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der

anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Beschlüsse werden

mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.

Stimmenthaltung und ungültige Stimmabgabe gelten als

nicht abgegebene Stimmen (§ 14 Abs. 6).

 

Franz Xaver Gruber, Bezirksjägermeister

Trophäenschau Bezirk Innsbruck-Land

Die Bezirksstelle Innsbruck-Land des Tiroler Jägerverbandes lädt zur Trophäenschau in Seefeld am 28. und 29. März 2026 in der WM-Halle (Nahe Seekirchl) ein. Die Trophäenschau hat am Samstag von 11.00 bis 20.00 Uhr und am Sonntag von 09.00 bis 15.00 Uhr geoffnet.

 

SAMSTAG, 28. März 2026:

11.00 Uhr: Saaleinlass

13.00 Uhr: Eröffnung durch Bezirksjägermeister Thomas Messner, anschließend spielt die JUNGE VÖLSER TANZLMUSIG

20.00 Uhr: Veranstaltungsende

 

SONNTAG, 29. März 2026:

09.00 Uhr: Saaleinlass

11.00 bis 15.00 Uhr: Frühschoppen mit der Sunnroan Musig

15.00 Uhr: Veranstaltungsende

 

ANLIEFERUNG DER TROPHÄEN AM DONNERSTAG, 26. März 2026

07.30 Uhr: Scharnitz/Reith/Seefeld

08.30 Uhr: Leutasch

09.30 Uhr: Oberinntal Nord

10.00 Uhr: Unterinntal Nord

10.30 Uhr: Schmirn/Vals

11.00 Uhr: Oberes Wipptal

11.30 Uhr: Neustift/Vord. Stubai Sud

12.30 Uhr: Wipptal West

13.00 Uhr: Wipptal Ost & Mittelgebirge Ost

13.30 Uhr: Sellrain

14.00 Uhr: Oberinntal Sud

14.30 Uhr: Westl. Mittelgebirge und Vorderes Stubai Nord

15.00 Uhr: Unterinntal Sud

 

Für die termingerechte Anlieferung und das Aufhängen der Trophäen ist der jeweilige Hegemeister zuständig. Die Trophäenabnahme erfolgt am Sonntag, 29 März von 15.00 bis 16.00 Uhr.

Eintritt: freiwillige Spenden

 

Thomas Messner, Bezirksjägermeister

Vollversammlung des Tiroler Jagdaufseherverbandes

Am 7. Februar 2026 fand im Reschenhof, Mils, die 49. Vollversammlung des TJAV statt. Pünktlich um 11:30 Uhr wurde die Vollversammlung feierlich durch die Tiroler Jagdhornbläser eröffnet. Landesobmann BM Ing. Thomas Pedevilla begrüßte sodann die rund 150 erschienenen Mitglieder sowie die äußerst zahlreich vertretenen Ehrengäste, darunter LJM-Stv. Artur Birlmair, BJM Klaus Ruetz, BJM-Stv. Ewald Tschuggnall, BJM-Stv. Thomas Tiefenbrunner, Mag. Martin Schwärzler, Dr. Hannes Seiser, Mag. Jakob Wolf, Franz Hörl, Mag. Markus Abwerzger, RJ Ing. Thomas Dornauer MSc., Mag. Anita Hofer, Dr. Matthias Vill und DI Harald Oblasser aufs Herzlichste.

Im Anschluss gedachten die Teilnehmer im Rahmen des Totengedenkens der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder.

In Bezug auf den dritten Tagesordnungspunkt wurde der Antrag auf Verzicht der Verlesung der letzten Niederschrift der Vollversammlung, welche bereits in der letzten Ausgabe des Tiroler Jagdaufsehers abgedruckt ist, einstimmig angenommen.

Sodann präsentierte TJAV-Kassier Ing. Manfred Auer unter Tagesordnungspunkt 4 den Kassabericht. Er gewährte einen detaillierten Einblick in die finanzielle Gebarung des Verbandes, erläuterte die Vorgehensweise in der Kassenführung und ging insbesondere auf jene Positionen ein, bei denen im vergangenen Jahr höhere Ausgaben zu verzeichnen waren.

Im Anschluss ergriff Kassaprüfer Gottlieb Nigg das Wort, lobte die saubere und transparente Buchführung und stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Die Vollversammlung folgte diesem Antrag einstimmig. Seitens des Landesobmannes wurde den beiden Kassaprüfern, Gottlieb Nigg und Reinhard Draxl, ausdrücklich für ihre langjährige Tätigkeit und ihre gewissenhafte Kontrolle gedankt.

Unter Tagesordnungspunkt 6 erläuterten Landesobmann Thomas Pedevilla und Kassier Manfred Auer die Gründe für die notwendige Erhöhung des Mitgliedsbeitrages. Landesobmann Pedevilla führte aus, dass der aktuelle Beitrag von 25 Euro seit 2015 unverändert geblieben sei. In diesen zehn Jahren hätten sich jedoch die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Allgemeine Preissteigerungen, massiv erhöhte Portokosten sowie steigende Aufwendungen für Veranstaltungen und Organisation würden den Verband zunehmend belasten. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, diese Mehrkosten durch sorgfältige Budgetführung, Rücklagen und viel ehrenamtliches Engagement auszugleichen. Die aktuelle Kalkulation zeige jedoch klar, dass mit dem bisherigen Beitrag auf Dauer weder Kostendeckung noch Weiterentwicklung möglich sei. Der Vorstand schlug daher eine maßvolle Erhöhung auf 30 Euro pro Jahr vor. Mit diesem Betrag könnten die laufenden Ausgaben gedeckt und gleichzeitig ein aktives Verbandsleben gesichert werden. Zugleich wurde betont, dass der Verband von der Beteiligung seiner Mitglieder lebe und man auch weiterhin Einladungen zu gemeinsamen Essen bei Bezirksversammlungen und Vollversammlungen als Zeichen der Wertschätzung aufrechterhalten wolle. Die Vollversammlung stimmte der Anpassung des Mitgliedsbeitrags einstimmig zu.

Im Anschluss gab Thomas Pedevilla in seinem Bericht des Landesobmannes einen Rückblick auf ein intensives und arbeitsreiches Jahr. Der Verband hat sich bei Gesetzes- und Verordnungsänderungen aktiv eingebracht und mehrere fundierte Stellungnahmen abgegeben, stets in enger Abstimmung mit dem Tiroler Jägerverband. Diese Zusammenarbeit sei wesentlich, um die Anliegen des Jagdschutzes klar zu vertreten. Ein weiterer wichtiger Schritt war der Aufbau eines eigenen Zählpersonal-Pools für das Gams- und Steinwildmonitoring. Wer Interesse hat, künftig bei größeren Zählungen mitzuwirken, könne sich beim jeweiligen Bezirksobmann oder direkt beim Schriftführer melden. Auch die Verbandszeitschrift erschien wieder in bewährter Qualität und erhielt viel positives Feedback. Im Verbands-Shop wurden neue Artikel entwickelt, insbesondere die TJAV-Jacke stieß mit rund 50 verkauften Stück auf großes Interesse. Der Dank galt hier ausdrücklich Christine Gleinser für ihren Einsatz. Der Verband war zudem beim Jagdaufseherlehrgang 2025 vertreten, um angehende Jagdaufseher frühzeitig anzusprechen und für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Parallel dazu wurde wieder bei der Vermittlung von Jagdaufsehern an suchende Reviere mitgewirkt. Für das kommende Jahr kündigte Pedevilla die Überarbeitung der Internetseite sowie die geplante Einführung eines Newsletters an, um die Mitglieder schneller und direkter informieren zu können. Abschließend betonte er die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit dem Tiroler Jägerverband und der Tiroler Berufsjägervereinigung. Ziel sei es, den Jagdschutz in Tirol gemeinsam weiterzuentwickeln und als starke Stimme geschlossen aufzutreten. Eine statistische Übersicht zur aktuellen Situation des Jagdschutzes in Tirol rundete den Bericht des Landesobmannes ab.

Unter Tagesordnungspunkt 8 wurden erneut jene Mitglieder des TJAV geehrt, die vor 25, 40 bzw. 50 Jahren die Jagdaufseherprüfung abgelegt und über den überwiegenden Teil dieser Zeit aktiv Jagdschutz ausgeübt haben. Landesobmann Thomas Pedevilla betonte, dass diese jahrzehntelange Tätigkeit nicht selbstverständlich sei. Wer über so viele Jahre Verantwortung im Revier übernimmt, leistet einen wesentlichen Beitrag für Wild, Lebensraum und das Ansehen des Jagdschutzes. Die Geehrten wurden jahrgangsweise nach vorne gebeten. Nach jeder Ehrung verliehen die Jagdhornbläser dem Moment mit einem entsprechenden Signal einen würdigen Rahmen.

Es folgten die Grußworte der Ehrengäste.

Als erste Rednerin sprach Mag. Anita Hofer zur Vollversammlung. Sie zeigte sich beeindruckt von der hohen Teilnehmerzahl und dankte den Jagdaufsehern für ihren Einsatz. Mit Blick auf die Zukunft verwies sie auf die Herausforderungen durch den Klimawandel und das zunehmende Auftreten großer Beutegreifer. Ein funktionierendes Monitoring werde immer wichtiger. Sichtmeldungen seien eine wesentliche Grundlage für belastbare Daten, unabhängig von der jeweiligen Wildart.

DI Harald Oblasser, neuer Landesforstdirektor und zugleich Jagdaufseher und Mitglied des TJAV, betonte in seinen Ausführungen zwei zentrale forstliche Schwerpunkte. Zum einen werde der Umgang mit Schadholzflächen und die Frage geeigneter Baumarten in Zukunft eine große Herausforderung darstellen. Zum anderen sprach er die Bedeutung der Besucherlenkung im Spannungsfeld von Tourismus und Lebensraum an.

Landesveterinärdirektor Dr. Matthias Vill hob die enge Zusammenarbeit zwischen Jagd und Veterinärmedizin hervor. Mit Blick auf die Maul- und Klauenseuche, die sich in Europa im letzten Jahr stark ausbreitet hat, unterstrich er die Bedeutung der Kooperation zwischen Jagd und Veterinärbehörden. In Tirol bleibe zudem die Tuberkulose beim Rotwild ein bekanntes Problem. Das Monitoring werde wieder verstärkt in eine Bekämpfungsstrategie der Seuche übergehen. Er nannte aktuelle Zahlen zu positiven Fällen im Westen Tirols und wies darauf hin, dass auf Bundesebene mit einer Verschärfung der gesetzlichen Regelungen zu rechnen sei.

Der Obmann der Tiroler Berufsjägervereinigung, RJ Ing. Thomas Dornauer MSc., berichtete über die derzeitigen Schwerpunkte seitens der Tiroler Berufsjäger. Ein zentrales Thema im letzten Jahr sei das neue Berufsausbildungsgesetz gewesen. Zudem hob er den positiven und gut funktionierenden Austausch zwischen TJAV und der Tiroler Berufsjägervereinigung hervor.

FPÖ-Klubobmann Mag. Markus Abwerzger würdigte die starke Präsenz der Jagdaufseher und deren Beitrag zum Naturschutz sowie zum Erhalt der Lebensräume. Er betonte die hohe gesellschaftliche Verantwortung, die mit dieser Aufgabe verbunden sei.

Franz Hörl, seit 1992 selbst Jagdaufseher und auch Mitglied des TJAV, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Jagd für den Naturschutz in Tirol. Gleichzeitig äußerte er Kritik am neuen Ausbildungsgesetz der Berufsjäger und betonte die positive Zukunft der Jagdaufseher in Tirol.

ÖVP-Klubobmann Mag. Jakob Wolf informierte über Inhalte der kürzlichen Jagdgesetznovelle und führte aus, dass unter anderem Graureiher und Rabenkrähe in das neue Gesetz aufgenommen wurden. Er dankte sodann den Jagdaufsehern für ihren unermüdlichen Einsatz in den Revieren.

Unter Tagesordnungspunkt 10 sprach LJM-Stellvertreter Artur Birlmair zur Vollversammlung. Er lobte die Arbeit des Vorstandes und ging kurz auf die neue Jagdgesetznovelle ein. Zum Thema „Große Beutegreifer“ berichtete er von 27 Maßnahmenverordnungen im Jahr 2025, wovon sechs Wölfe erlegt werden konnten. Im vergangenen Jahr wurden in Tirol 31 verschiedene Wolfsindividuen nachgewiesen. Die Bedeutung eines funktionierenden Monitorings wurde dabei auch klar betont. Auch die TBC-Situation beim Rotwild blieb ein zentrales Thema. Die Jägerschaft arbeite weiterhin intensiv an Verbesserungen. Der Dachverband Jagd Österreich wurde sodann als wichtige Interessenvertretung auf Bundesebene hervorgehoben. Weiters sprach LJM-Stv. Artur Birlmair die Jagdstrategie 2030 des Tiroler Jägerverbandes, die beschlossenen Schalenwildrichtlinien sowie das wildökologische Gesamtkonzept an. Themen wie Überwinterungsstrategie, Wildruhezonen und Abschussplanung bleiben dabei zentrale Bausteine der möglichen zukünftigen Ausrichtung.

Nach dem Punkt Allfälliges, in dem keine weiteren Wortmeldungen erfolgten, schloss Landesobmann Thomas Pedevilla die 49. Vollversammlung um 13:15 Uhr und bedankte sich zum Abschluss bei allen Anwesenden für ihre zahlreiche Teilnahme. Die Versammlung wurde durch die Klänge der Jagdhornbläser sodann feierlich beendet.

 

Gregor Schartner,
Schriftführer des TJAV

 

Trophäenschau Bezirk Reutte

Die Pflichttrophäenschau des Bezirkes Reutte findet am 18. und 19. April 2026 in der Sporthalle Reutte–Schulzentrum statt. Die Trophäenschau wird mit Unterstützung der Bezirkshauptmannschaft Reutte als örtlich zuständige Verwaltungsbehörde gemäß § 38 des Tiroler Jagdgesetzes (i.d.g.F.) durchgeführt.

Die Eröffnungsversammlung ist am Samstag, den 18. April 2026, um 14.00 Uhr.

PROGRAMM
SAMSTAG, 18. APRIL 2026
»11.00 Uhr: Saaleinlass
»14.00 Uhr: Eröffnungsversammlung
»19.00 Uhr: Ende des ersten Tages

SONNTAG, 19. APRIL 2026
»09.00 Uhr: Saaleinlass
»11.00 Uhr: Jägerfrühschoppen
»16.00 Uhr: Trophäenabnahme

Die Trophäen können am Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 09.00 bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Die Eröffnungsversammlung
am Samstag wird von den Außerferner Jagdhornbläsern begleitet. Der Jägerfrühschoppen beginnt am Sonntag ab 11.00 Uhr.

Bitte die umliegenden Parkplätze nutzen, da die bisherige Parkmöglichkeit nicht mehr zugänglich ist.

Auf Ihren Besuch freut sich die Jägerschaft des Bezirkes Reutte.

WM Martin Hosp, Bezirksjägermeister

www.tjv.at | Foto: TJV

Pflichttrophäenschau & Bezirksversammlung Kitzbühel

Pflichttrophäenschau und Bezirksversammlung 2026 Bezirk Kitzbühel

Die gemäß § 58 Abs. 2 lit. b) des TJG 2004, LGBl. 41/2004 durch den Tiroler Jägerverband abzuhaltende Pflichttrophäenschau für das Jagdjahr 2025/26 findet am Sonntag, den 15. März 2026, in der ARENA365 in Kirchberg in Tirol statt (Saalöffnung 7.30 Uhr).

Beginn der Bezirksversammlung um 9.00 Uhr                                      

Tagesordnung:

  1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  2. Referat von BJM Raphael Gressl – Bezirk Hermagor – „Herausforderung (Rotwild) Jagd“
  3. Totengedenken
  4. Grußworte der Ehrengäste
  5. Bericht der Kassierin und der Rechnungsprüfer sowie Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2025, sowie Bericht und Beschlussfassung über den Jahresvoranschlag 2026
  6. Bericht des Bezirksjägermeisters
  7. Ehrungen
  8. Ansprache von TJV-Präsidiumsmitglied Hermann Haider
  9. Allfälliges

Hinweis nach § 14 Abs. 3, 4, 5 der Satzungen des TJV:

Die Bezirksversammlung ist beschlussfähig, wenn alle Personen, die zu diesem Zeitpunkt deren Mitglieder waren, spätestens zwei Wochen, im Falle von Wahlen vier Wochen, vor der Sitzung persönlich oder durch Übermittlung des einen Hinweis auf Zeit, Ort und Tagesordnung der Bezirksversammlung enthaltenen Mitteilungsblattes des Tiroler Jägerverbandes ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens ein Drittel dieser Personen anwesend ist.

Die Einladung zur Bezirksversammlung ist auch dann ordnungsgemäß, wenn ein Mitglied in dem vom Tiroler Jägerverband zu führenden Mitgliederverzeichnis nur deshalb dem falschen Bezirk zugeordnet ist, weil das Mitglied es unterlassen hat, den Tiroler Jägerverband von einer Änderung seines Hauptwohnsitzes, in Ermangelung eines Hauptwohnsitzes in Tirol vom Wechsel des Bezirkes, in dem das Mitglied die Jagd regelmäßig ausübt, schriftlich zu verständigen (§ 4 Abs. 2 lit. g Satzungen TJV).

Ist zu der für den Versammlungsbeginn festgesetzten Zeit nicht die erforderliche Anzahl an Mitgliedern vertreten, so ist nach einer Wartezeit von einer halben Stunde die Bezirksversammlung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig, wenn in der Einladung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthalten und ungültige Stimmabgabe gelten als nicht abgegebene Stimmen (§ 14 Abs. 6 Satzungen TJV)

Am Samstag, 14. März 2026 ist die Trophäenschau von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr allgemein zugänglich.

Um zahlreiche Teilnahme wird ersucht.

Ing. Hans Embacher, Bezirksjägermeister