Rotwild im Herbst – Faszination & Verantwortung

PRESSEMITTEILUNG

Innsbruck, 26.09.2025

Mit dem Herbst beginnt im Wald eine der eindrucksvollsten Zeiten des Jahres: Das Röhren der Rothirsche hallt über Wiesen und Wälder. In dieser sensiblen Phase bittet die Jägerschaft alle Naturbesucherinnen und -besucher, Rücksicht zu nehmen – zum Schutz der Tiere und für ein gesundes Gleichgewicht in unseren Wäldern.
Tirols größte Wildtierart prägt und gestaltet unsere Landschaft: Durch Beweidung, Tritt und Suhlen entstehen offene Stellen, Kleingewässer und mosaikartige Strukturen, die Pflanzen, Insekten, Amphibien und Vögeln wertvolle Lebensräume bieten. Auch als Samenverbreiter trägt Rotwild zur Pflanzenvielfalt bei. Kot und Aas wiederum sind Nahrungsgrundlage für viele Insektenarten und deren Folgenutzer.
Rotwild hat ein hochentwickeltes Sozialsystem: Kälber werden im Mai und Juni geboren und wachsen oft in typischen Familienverbänden auf. Weibliche Jungtiere (Schmaltiere) kehren nach der Geburt des neuen Kalbes oft zum Muttertier zurück. Männliche Jungtiere (Schmalspießer) schließen sich im Frühjahr Hirschrudeln an, ehe sie sich in der „Feistzeit“ Kraftreserven für die Brunft anfressen. Auf den Brunftplätzen entscheidet eine strenge Rangordnung über den Zugang zum Kahlwild.

 

Jagd im Herbst – Verantwortung für Wald und Wild

• Im Herbst beginnt mit der Hirschbrunft auch die Hauptjagdzeit, in der ein Großteil der behördlich festgelegten Abschusspläne umgesetzt wird. Die Regulierung des Wildbestands trägt dazu bei, eine ausgewogene Alters- und Sozialstruktur zu erhalten und Schäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen zu verhindern.

• Jagd bedeutet dabei Verantwortung und Umsicht: Im Zuge der gezielten und nach klaren Vorgaben durchgeführten Bestandsregulierung, sind Jägerinnen und Jäger darauf bedacht, Stress für die Wildbestände so gering wie möglich zu halten und die Abschusspläne waidgerecht zu erfüllen.

• Der Herbst ist zugleich Hauptsaison für frisches Wildbret – ein hochwertiges, naturbelassenes und regionales Lebensmittel, das für eine nachhaltige Nutzung heimischer Ressourcen steht.

Die Hirsche sind eindrucksvoll, bei der Hege kommt es vor allem auf die Regulierung des weiblichen Wildbestandes an.

Fotonachweis: die nATurknipser, zur Verwendung im Zusammenhang mit gegenständlicher Presseinformation frei.

 

Bei Rückfragen zum aktuellen Thema Rotwild, wenden Sie sich gerne an:
Tiroler Jägerverband, LJM DI (FH) Anton Larcher
Mobil: 0664 6181610
E-Mail: anton@larcher.at

Hier steht die Pressemitteilung zum Download bereit:
PRESSEMITTEILUNG Rotwild im Herbst