Infoveranstaltung: TJG-Novelle Wolf und Landwirtschaft

Die Landwirtschaftskammer Tirol und der Tiroler Jägerverband laden Jagdpächter und Jagdleiter sowie Hegemeister in den kommenden Wochen zu Informationsveranstaltungen in allen Bezirken des Landes ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorstellung der Novelle des Tiroler Jagdgesetzes 2026 und die darin enthaltenen Neuerungen. Auf Basis der Senkung des Schutzstatus des Wolfes auf EU-Ebene, eine Anpassung, welche lange Zeit als unmöglich galt, wurde bereits im letzten Jahr begonnen, passende Regelung für ein verbessertes Wolfsmanagement aufzustellen. Durch den jahrelangen, konsequenten Einsatz der landwirtschaftlichen Interessenvertretung konnte diese wichtige Weiterentwicklung nun erreicht werden. Auf dieser Grundlage entstand schlussendlich die nunmehrige Jagdgesetznovelle, welche im Februar vom Landtag beschlossen wurde. Aus Sicht der Landwirtschaft und der traditionellen Almwirtschaft sind vor allem die schnelleren, unbürokratischen Entnahmen und der „Schuss auf Sicht“ bei direkter Gefährdung auf Almen und Weiden als großer Erfolg zu werten.

 

Informations- und Austauschtermine

Datum Uhrzeit Bezirk, Ort
10.03. 20 Uhr Kufstein, Hotel Andreas Hofer Kufstein
12.03. 20 Uhr Imst, LLA Imst
17.03. 19.30 Uhr Schwaz, Cafe Zillertal Strass i. Z.
18.03. 20 Uhr Reutte, GH Hirschen Reutte
23.03. 20 Uhr Innsbruck, Gemeindesaal Pfons
23.03. 19.30 Uhr Lienz, LLA Lienz
25.03. 20 Uhr Landeck, Gemeindesaal Schönwies
30.03. 20 Uhr Kitzbühel, Kulturhaus Reith b. Kb.

 

Wichtige Inhalte

Im Zentrum der Veranstaltungen steht die Vorstellung der neuen jagdgesetzlichen Bestimmungen, welche von unseren Jurist:innen verständlich erklärt werden. Besonders erfreulich ist, dass sich der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher die Zeit nimmt, um an den geplanten Info-Veranstaltungsterminen in den Bezirken teilzunehmen. Als Fachexperte wird er zur praktischen Umsetzung der Novelle aus Sicht der Jägerschaft referieren und insbesondere auf die Voraussetzungen zum „Schuss auf Sicht“ eingehen.
Von großer Wichtigkeit ist eine offene Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft. Um diese zu optimieren, gehen die Bezirksstellenleiter und Bezirksjägermeister explizit darauf ein, wie ein guter Austausch ablaufen sollte – sowohl bei einer Gefährdung durch den Wolf, als auch nach einem erfolgten Rissgeschehen. Kommt es in der Praxis sodann zu einer SMS-Benachrichtigung an die örtliche Jägerschaft zur Abschusserlaubnis, sollte für alle Beteiligten klar sein, was abgesprochen werden muss, damit die Erfüllung des Abschusses erfolgreich erfolgen kann. Die direkte Abstimmung vor Ort ist von zentraler Bedeutung und wird maßgeblich zum praktischen Gelingen beitragen. Für etwaige Fragen und Unklarheiten ist zum Abschluss eines jeden Termins eine ausführliche Frage- und Diskussionsrunde eingeplant.
Die Veranstaltungsreihe ist nicht nur als reine Informationsveranstaltung zu verstehen, sondern auch als Plattform, um Fragen zu klären, Missverständnisse auszuräumen, die  unterschiedlichen Bedürfnisse zusammenzuführen und wichtige Kontakte in der Region zu knüpfen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Mit den Informationsveranstaltungen setzen die Landwirtschaftskammer Tirol und der Tiroler Jägerverband ein klares Zeichen: Die Zukunft der Landwirtschaft, insbesondere der Alm- und Weidewirtschaft, und der Erfolg des Wolfsmanagements hängen von einer gemeinsamen Ausgestaltung der Jagdgesetznovelle ab. Gegenseitiges Verständnis, ein regelmäßiger respekt- und verständnisvoller Austausch sowie die breite Beteiligung der unterschiedlichen Akteur:innen auf regionaler Ebene werden der Schlüssel zu erfolgreichen Lösungen sein. Alle Landwirt:innen sind daher herzlich eingeladen, die Gelegenheit zu nutzen, sich über die geplanten Änderungen zu informieren und ihre Perspektiven einzubringen, um einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, der die Zusammenarbeit im ländlichen Raum stärkt und die Zukunft der Tiroler Kulturlandschaft sichert.