Jahresbericht Große Beutegreifer in Tirol 2024
Großraubtiere 2024: Zahl der Wölfe sinkt wieder
152 entschädigte tote Nutztiere

© Land Tirol
Weniger Nutztierverluste
152 entschädigte tote Nutztiere, darunter 125 Schafe, zehn Ziegen, 16 Rinder und ein Pferd, sowie einige verletzte Nutztiere wurden im Berichtsjahr Wölfen als Verursachern zugeordnet und entschädigt. Das entspricht dem Großteil (rund 72 %) aller im Jahr 2024 in Tirol entschädigten toten Nutztiere, die Rissen durch große Beutegreifer zugeordnet werden. Zusätzlich wurden im Zusammenhang mit Wolfsrissen 171 abgängige Schafe, eine abgängige Ziege und ein abgängiges Rind entschädigt. Sowohl die Anzahl der entschädigten toten als auch der abgängigen Nutztiere ist zum Vorjahr deutlich gesunken und liegt auch unter dem Wert aus dem Jahr 2021.
Goldschakal-Nachweise
Seitdem im Jahr 2019 erstmalig ein Goldschakal anhand einer Wildkameraaufnahme in Tirol nachgewiesen werden konnte, ist eine stete Zunahme von Nachweisen zu verzeichnen. Im Jahr 2024 konnte in 2 Bezirken die Präsenz von Goldschakalen anhand von genetischen Nachweisen sowie durch Wildkameraaufnahmen bestätigt werden. Die überwiegende Anzahl von Nachweisen stammte aus dem Bezirk Lienz. Dort ist, wie im Vorjahr, von einer Reproduktion auszugehen. Insgesamt konnte in Tirol im Jahr 2024 der Goldschakal 45 Mal nachgewiesen werden. 55 tote und 16 abgängige Schafe wurden im Jahr 2024 im Zusammenhang mit Rissgeschehen durch Goldschakale entschädigt. Noch im Vorjahr wurden 21 tote und 35 abgängige Schafe dem Goldschakal als Verursacher zugeordnet.
Der Jahresbericht 2024 Bär, Wolf, Luchs, Goldschakal steht hier zum Download bereit:
Jahresbericht Große Beutegreifer 2024
Quelle: Bär-Wolf-Luchs-Goldschakal in Tirol Jahresbericht 2024
