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Lebensraumporträts

Leitbild TIROLER JAGD 2030

Übersicht

Tirols Landschaft ist durch große Höhenunterschiede geprägt – vom Talboden bis in hochalpine Gipfelregionen. Mit der Höhe verändern sich Klima, Vegetation und damit auch die Lebensräume der Wildtiere deutlich.

Neben der vom Menschen geprägten Tal- und Kulturlandschaft bilden die montane, subalpine, alpine und nivale Stufe die wichtigsten Lebensräume. Jede dieser Zonen bietet spezialisierten Tier- und Pflanzenarten optimale Bedingungen – gleichzeitig sind sie sensibel gegenüber Veränderungen und Störungen.

Lebensräume im Porträt

Tal- und Kulturlandschaft

Die Talräume Tirols sind stark durch den Menschen geprägt: Wiesen, Felder, Siedlungen und Verkehrsflächen bestimmen das Bild. Gleichzeitig bieten strukturreiche Bereiche wie Hecken, Feldgehölze, Gewässer und extensiv genutzte Flächen wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche Tierarten.

Typische Arten: Feldhase, Rebhuhn (regional), Fuchs, Igel sowie viele Singvögel und Insekten.

Besonderheit: Hohe Bedeutung von Strukturvielfalt und Vernetzung für die Artenvielfalt.

Montane Stufe (Bergwald)

Die montane Stufe reicht von den Tallagen bis etwa 1.600 m Seehöhe und ist von Wäldern geprägt. Vor allem Fichte, Lärche und Kiefer bestimmen das Landschaftsbild. Naturnahe Wälder mit Totholz bieten besonders viele Lebensräume.

Typische Arten: Reh- und Rotwild, Fuchs, Dachs, Spechte und Eulen.

Besonderheit: Wichtigster Lebensraum vieler heimischer Wildarten, stark vom Menschen beeinflusst.

Subalpine Stufe (Waldgrenze)

Die subalpine Zone bildet den Übergang vom geschlossenen Wald zu den offenen Hochlagen. Lärchen- und Zirbenwälder, Weideflächen und Zwergsträucher prägen das Bild. Diese Landschaft wurde über Jahrhunderte durch Almwirtschaft mitgestaltet.

Typische Arten: Gams, Birkhuhn, Schneehuhn, zahlreiche Insekten und Greifvögel.

Besonderheit: Strukturreicher Übergangsraum mit hoher Artenvielfalt.

Alpine Stufe (baumfreie Zone)

Oberhalb der Waldgrenze beginnt die alpine Stufe. Hier fehlen Bäume, stattdessen dominieren Zwergsträucher, alpine Rasen und felsige Bereiche. Die Bedingungen sind rau, die Vegetationszeit kurz.

Typische Arten: Steinwild, Murmeltier, Gams, Alpensalamander.

Besonderheit: Tiere und Pflanzen sind stark an extreme Bedingungen angepasst.

Nivale Stufe (Hochgebirge)

Die nivale Stufe umfasst die höchsten Regionen Tirols mit Felsen, Schnee und Eis. Die Lebensbedingungen sind extrem, Vegetation ist nur noch punktuell vorhanden.

Typische Arten: Alpenschneehuhn, Gams, Steinwild, Alpendohle

Besonderheit: Extremstandort, in dem nur hochspezialisierte und besonders widerstandsfähige Arten überleben können.

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