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Wildes Tirol – Wildes Österreich

Leitbild TIROLER JAGD 2030

Wildbret: gesund, hochwertig & regional

Wildbret gehört dank seines geringen Fettanteils – ähnlich wie Fisch – zu den eiweißreichsten Fleischarten und übertrifft sogar den Proteingehalt von Schlachttieren. Das Eiweiß weist eine besonders hohe biologische Wertigkeit auf und kann vom Körper optimal für den Aufbau eigener Proteine genutzt werden.

Das Fleisch ist von Natur aus zart, sehr cholesterinarm und enthält nur wenig Fett. Bereits ein Fettanteil von 1–2 % reicht aus, um als natürlicher Geschmacksträger zu wirken – genau dieser Mindestgehalt ist im Wildbret vorhanden.

Fleisch liefert dem Menschen wichtige Nährstoffe und hochwertiges Eiweiß. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, die Eiweißzufuhr je zur Hälfte aus pflanzlichen und tierischen Quellen zu decken. Der Vorteil von Wildbret: Es ist besonders mager und frei von „versteckten Fetten“, wie sie oft in verarbeiteten Fleischwaren vorkommen. Deshalb wird es von Ernährungsexperten gleichrangig mit Rind, Kalb, Huhn oder Pute empfohlen – und gilt als ideal für eine bewusste, moderne Diätküche.

Typisch für Wildbret sind der dezente, artspezifische Geruch und die kräftig rote bis dunkelrote Fleischfarbe, die es klar vom Fleisch landwirtschaftlicher Nutztiere unterscheidet.

Wo bekommt man Wildbret?

Die Plattform „Wildes Österreich“ vereint Anbieter und Genießer des wilden Genusses aus Österreichs Natur. Sie bietet alles Wissenswerte zum heimischen Wildbret:

  • regionale Bezugsquellen für Wildbret,
  • Tipps und Rezepte für die wilde Küche
  • Einblicke ins Handwerk der Jägerinnen und Jäger

Wild – Unser Superfood aus Tirol

Wie läuft eine Jagd ab, welche Aufgaben erfüllen Jäger/innen und wie kommt Tiroler Wildbret vom Revier bis auf den Teller? Damit nur Fleisch bester Qualität verarbeitet wird, gelten strenge Hygieneregeln – und das beginnt schon vor dem Schuss:

  • Beim sogenannten „Ansprechen“ beobachten Jägerinnen und Jäger das Wild genau und beurteilen, ob sich das Wild normal verhält, keine Krankheitsanzeichen oder sonstige Auffälligkeiten zeigt
  • Nach dem Schuss folgt die Kontrolle von Wildkörper und Organen, bevor das Tier rasch in die Kühlkette gebracht wird. So bleibt das Fleisch frisch und hochwertig.


In der Küche zeigt sich dann die ganze Vielseitigkeit: Ob klassischer Braten, Wildburger, Tatar vom Wildrücken oder ein feines Grillgericht – Wildbret passt sowohl in die traditionelle als auch in die moderne Küche.

Biofaktor Wildbret

Wenn von Lebensmitteln die Rede ist, fällt oft der Begriff „Qualität“. Im Fall von Wildbret umfasst er gleich mehrere Dimensionen:

  • Ethische Qualität: Wildbret ist dem Fleisch von Schlachttieren deutlich überlegen – es gibt keine Massentierhaltung, kein Futter, keinen Transport und keine Schlachtung unter Stress.

  • Ernährungsphysiologische und hygienische Qualität: Wildfleisch besitzt eine besonders hohe biologische Wertigkeit, ist nährstoffreich und frei von gesundheitsschädlichen Rückständen.

  • Psychologische Qualität: Wild überzeugt durch sein natürliches Erscheinungsbild, den typischen Geruch und Geschmack sowie die einfache Zubereitung.

  • Ökologische Qualität: Da Wildtiere in freier Natur leben, fallen Umweltbelastungen durch Haltung – wie Staub, Gerüche oder Gülle – praktisch nicht an. Wildbret steht daher für eine besonders hohe ökologische Qualität.

Unterschied zwischen Wildbret und Nutztierfleisch

  • Zartheit: Wildbret hat feinere Muskelfasern und weniger Bindegewebe – dadurch ist es besonders zart und gut verdaulich.

  • Fettgehalt: Bei Nutztieren finden sich oft sichtbare Fetteinlagerungen („Marmorierung“), Wildfleisch ist dagegen deutlich magerer.

  • Farbe: Wildbret ist kräftig rot bis dunkel, da es mehr Muskelfarbstoffe enthält und beim Erlegen weniger ausblutet.

  • Geschmack: Der Eigengeschmack von Wild ist dezent, aber typisch für jede Wildart.

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