Wild & Jagd » Jagen in Tirol » Weidgerechte Jagd
Weidgerechte Jagd
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Leitbild TIROLER JAGD 2030
Die weidgerechte Jagd in Tirol
Die weidgerechte Jagd ist ein zentrales Leitprinzip der Jagdausübung in Tirol. Sie verbindet die rechtlichen Vorgaben des Tiroler Jagdgesetzes mit hohen fachlichen und ethischen Anforderungen an das Verhalten der Jägerinnen und Jäger. Im Mittelpunkt stehen der respektvolle Umgang mit dem Wild, die Verantwortung für den Lebensraum und eine Jagdausübung, die sich an Nachhaltigkeit, Sachkunde und Verantwortung orientiert. Weidgerechtigkeit ist damit nicht nur gesetzlicher Maßstab, sondern auch Ausdruck jagdlicher Haltung und gelebter Verantwortung.
Nach dem Tiroler Jagdgesetz umfasst die Jagdausübung nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten; sie ist in weidgerechter Weise auszuüben. Weidgerecht handelt, wer Wild mit der gebotenen Achtung begegnet, unnötige Leiden vermeidet und die Jagd nur unter Einhaltung der gesetzlichen und fachlichen Voraussetzungen ausübt. Dazu gehören insbesondere ein sicherer und tierschutzgerechter Schuss, die sorgfältige Nachsuche, die Beachtung von Schonzeiten und Abschussvorgaben sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Wildbeständen und Lebensräumen. Die Weidgerechtigkeit verlangt darüber hinaus Rücksicht auf Natur, Mitmenschen und andere Nutzungsinteressen im ländlichen Raum. Dass Weidgerechtigkeit in Tirol rechtlich verbindlich ist, zeigt sich auch daran, dass sie in jagdrechtlichen Verordnungen ausdrücklich vorausgesetzt wird und Verstöße verwaltungsstrafrechtliche Folgen haben können. Auch die Rechtsprechung bestätigt, dass weidgerechtes Verhalten nicht nur formal, sondern nach dem anerkannten jagdlichen Verständnis zu beurteilen ist. Die weidgerechte Jagd steht daher für eine Jagdausübung, die Recht, Verantwortung, Respekt vor dem Wild und jagdethische Grundsätze in Einklang bringt.