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Raufußhuhn‐Monitoring Tirol

Foto: Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock

Seit knapp 20 Jahren werden die Bestände und Lebensräume von Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn im Land Tirol erfasst. Die landesweiten Felderhebungen werden vom Tiroler Jägerverband organisiert und zahlreichen Jägern und Jägerinnen durchgeführt. Die Zähldaten werden vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde in Wien ausgewertet.

Auerhuhn

Im Frühjahr 2025 wurden in 511 der 1.306 Tiroler Jagdgebiete insgesamt 5.184 Auerhühner auf Balzplätzen gezählt, davon 2.886 Hahnen und 2.298 Hennen. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2021 entspricht das einem Zuwachs von rund 3,7 Prozent. Besonders die Zahl der Hahnen nahm zu, nämlich um 5,4 Prozent, während die Hennenanzahl mit einem Plus von 1,6 Prozent etwas moderater anstieg.

Historisch betrachtet zeigt der Auerhuhnbestand in Tirol seit den ersten systematischen Erhebungen in den 1980er Jahren eine insgesamt positive Entwicklung. 1983 wurden für Tirol noch 1.873 Hahnen gemeldet, 1992 waren es bereits 2.022, und 2025 wurden nun 2.886 Hahnen gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von gut 50 Prozent über vier Jahrzehnte.

Die meisten Auerhühner wurden im Bezirk Lienz gezählt, mit 754 Hahnen und 497 Hennen der mit Abstand stärkste Bestand in Tirol. Dahinter folgen Schwaz und Innsbruck-Land. Am wenigsten Auerhühner kommen in Reutte und Innsbruck-Stadt vor; im Stadtgebiet von Innsbruck wurde kein einziges Tier mehr festgestellt.

Insgesamt wurden auf den 1.287 aktiven Balzplätzen durchschnittlich 4,1 Auerhühner je Balzplatz gezählt. Auf knapp der Hälfte aller Balzplätze (47 Prozent) wurden dabei mehr Hahnen als Hennen beobachtet. Seit der letzten Erhebung sind 31 Auerhuhn-Balzplätze verwaist, gleichzeitig kamen netto 8 neue hinzu.

Birkhuhn

Noch erfreulicher ist die Situation beim Birkhuhn. In 1.045 der 1.306 Jagdgebiete – also in 80 Prozent aller Reviere – wurden insgesamt 20.061 Birkhühner gezählt, davon 12.930 Hahnen und 7.131 Hennen. Gegenüber 2021 bedeutet das eine Zunahme von rund 2 Prozent, wobei die Hahnenzahl stärker gestiegen ist (+4,6 Prozent) und die Hennenzahl leicht zurückging (-2 Prozent).

Im Langzeittrend zeigt das Birkhuhn den kontinuierlichsten Aufwärtstrend aller vier Arten: 2005 wurden noch knapp 16.925 Tiere gezählt, seither ist die Zahl um 18 Prozent gestiegen. Auch die Zahl der Balzplätze hat sich seit 2005 von 2.810 auf jetzt 3.403 erhöht. Die meisten Birkhühner finden sich in den Bezirken Lienz, Schwaz, Landeck und Innsbruck-Land. Auf einem durchschnittlichen Birkhuhn-Balzplatz wurden 2025 knapp 5,9 Tiere gezählt, wobei der Bezirk Imst mit 7,7 Stück je Balzplatz den Spitzenwert erreicht.

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