Im Rahmen von „Interreg Italien-Österreich“ wurde das länderübergreifende Projekt „Naturerlebnis Terra Raetica“ gestartet. Gemeinsam mit Südtiroler Partnern sollen Naturthemen verstärkt vermittelt werden, sowie durch ein eigenes Forschungsprojekt vertiefte Einblicke in das Raum-Zeit-Verhalten von Steinwild in der Region erhalten werden.
Naturwerkstatt – Klassenraum im Wald
Auf Nordtiroler Seite wird eine Naturwerkstatt errichtet. Sie ermöglicht Kindern verschiedener Altersgruppen sowie Erwachsenen einen vielseitigen Einblick in die Natur. Mit der Erlebnisschule Langtaufers in der Gemeinde Graun wird ein direkter Austausch aufgebaut und gemeinsam pädagogisches Material ausgearbeitet.
Die Erlebnisschule Langtaufers erweitert im Rahmen des gemeinsamen Projekts ihre Infrastruktur rund um den Themenschwerpunkt Steinwild. Gemeinsam durchgeführte Workshops sowie in Zusammenarbeit gestaltete Arbeitsblätter, Spiele und vieles mehr zum Steinwild erweitern das Programm.
Steinwildforschung
Gerade in der Landesjagd Pitztal und im angrenzenden Kaunertal kommt dem Steinwild eine besondere Bedeutung zu. Mit Hilfe von Besenderungen (GPS-Halsbänder) und Markieren von Steinwild im Pitztal, Kaunertal und dem angrenzenden Vinschgau soll das Wanderverhalten genauer erforscht werden. Dazu werden die Steinböcke mit Hilfe von Kastenfallen gefangen.
Weiter sollen gemeinsame Workshops den grenzüberschreitenden Austausch zu den Themen Fang von Steinwild und Steinwildmanagement intensivieren. Die Forschungstätigkeit fließt auf der Südtiroler Seite auch in das von der obersten staatlichen Wildbehörde ISPRA in Rom verlangte Management ein.

Das GPS-Halsband nimmt in regelmäßigen Abständen den Standort sowie die Aktivitätsintensität des Steinbockes auf und übermittelt diese an den Tiroler Jägerverband.