Ausgerottet und gerettet – der Weg des Steinwildes zurück nach Tirol

Referenten: BJ Benedikt Kolp (Steinwildreferent Imst)
Martina Just (TJV)
Datum: 21. August 2020
Uhrzeit: 15.00 bis ca. 18.00 Uhr
Ort: Steinbockzentrum St. Leonhard
Kosten: gratis
Anmeldung:
erforderlich, maximal 30 Personen

Der Aberglaube in die Heilwirkung von Steinwildprodukten und die Wilderei zählen zu den Hauptgründen, warum der König der Alpen Anfang des 19. Jahrhunderts bis auf eine Restpopulation im heutigen Nationalpark Gran Paradiso geschrumpft war. Glücklicherweise konnte der italienische König davon überzeugt werden, sich für den Schutz des Steinwildes einzusetzen, um dadurch die letzte Population noch zu erhalten.

Vor ca. 100 Jahren haben die Schweizer damit begonnen, Steinkitze in Italien einzufangen und für die Nachzucht in Schweizer Zoos zu bringen. Damit fiel der Startschuss für eines der erfolgreichsten Wiederansiedlungsprojekt im Alpenraum. Nach den ersten Koloniengründungen in der Schweiz fand das Steinwild 1953 auch wieder den Weg zurück in die Landesjagd Pitztal. Wie genau es zur Ausrottung kam, wie dieses große Wiederansiedlungsprojekt umgesetzt wurde und welche Bedeutung das fürs Steinwild heute hat, wird von Benedikt Kolp, Berufsjäger und Steinwildreferent des Bezirks Imst, und Martina Just, Wildtierökologin beim Tiroler Jägerverband erläutert.

Im neuen Steinwildzentrum können im Anschluss zudem die stolzen Steinböcke im Gehege bewundert werden.