Steinwild

Haarwild / Schalenwild

Steinwild Capra ibex

Gewicht (aufgebrochen) Böcke bis 80 kg, Geißen bis 35 kg
Kennzeichen Das Sommerhaar ist gelblich-braun grau kurz, dieses wird dann im Herbst vom graubraunen Winterhaar überwachsen.
Paarungszeit (Brunft) Dezember/Jänner
Tragzeit 6 Monate
Setzzeit Juni
Anzahl der Jungen (Kitze) 1
Säugezeit: 4-6 Monate
Gehörn Beide Geschlechter tragen Hörner: Böcke bis ca.100 cm, Geißen bis ca. 30 cm
Nahrung (Äsungstyp) Vorwiegend Gras, aber auch Kräuter, Flechten, Nadeln; Raufutterfresser
Natürliche Beutegreifer Steinadler (v.a. Jungtiere), selten Wolf
Verbreitungsgebiet Alpengebiet zwischen 1600 – 3000 m ü. M.

 

Aussehen:

Der Steinbock weist einen starken Körper auf, seine Läufe sind sehr stämmig, das Haupt wirkt im Verhältnis zum Körper sehr klein, die Lauscher sind kurz und die Gehörne sind säbelartig ausgebildet. Die des Bockes sind wesentlich länger als die der Geiß. Das Steinwild ist ein sehr bewegliches Wild, das dem Eindruck nach eher träge wirkt.

 

Fährte:

Das Trittsiegel ist ähnlich dem des Gamswildes, nur an der Außen- und Vorderseite sind die Schalen stärker abgerundet.

 

Lebensraum:

Die Geschlechter leben, außer die jungen Böcke bis drei Jahre, getrennt in Rudeln. Nur die alten Böcke werden zu Einzelgängern. Die mittelalten Böcke bilden eigene Trupps. In diesen Trupps werden die Rangkämpfe durchgeführt. Diese geschehen, indem sich die Böcke auf die Hinterläufe aufrichten und mit vollem Gewicht mit den Hörnern zusammenstoßen. Auch durch das frontale Schieben werden Rangstellungen ausgefochten. Als Lebensraum bevorzugt das Steinwild steile, exponierte, schneearme, sonnseitige Lagen im Winter. Im Frühjahr zieht es in die Niederungen, um die frische Grünäsung zu erreichen. Danach zieht es mit der Schneeschmelze wieder in die Felsregion zurück. Dabei werden Felsen mit Grasbändern und Höhlen bevorzugt. Das Steinwild ist sehr standorttreu, wenn es einen geeigneten Lebensraum besiedeln kann.