Rehwild

Haarwild / Schalenwild

 

Rehwild Capreolus capreolus

Gewicht (aufgebrochen mit Haupt) Böcke bis 23 kg, Geißen bis 20 kg
Kennzeichen (erwachsene Tiere) Sommerhaar rotbraun, Winterhaar graubraun; Spiegel beim Bock nierenförmig, bei der Geiß herzförmig mit Schürze
Paarungszeit (Brunft, Blattzeit) Juli / August
Tragzeit 42 Wochen, jedoch mit Keimruhe (August- Dezember), die effektive Tragzeit dauert 24 Wochen
Setzzeit Mai – Juni
Anzahl der Jungen (Kitze) Meist 2
Säugezeit Ca. 6 Monate
Geweihzyklus Wachstum: Dezember – April (ca. 100 Tage);
Fegen: März – Mai; Abwurf: Oktober – Dezember
Nahrung (Äsungstyp) Kräuter, Knospen, Blätter, Blüten, Früchte, Eicheln, Buchnüsschen; Konzentratselektierer
Verbreitungsgebiet In Tirol flächendeckend

 

Aussehen:

Das Reh zählt aufgrund der überbauten hinteren Gliedmaßen (die Hinterläufe sind länger als die Vorderläufe) zu den Schlüpfern. Durch diese anatomische Eigenheit kann es sich leichter durch dichtes Unterholz und Gestrüpp fortbewegen. Das Reh ist im Sommer rotbraun und im Winter graubraun gefärbt. Die Jungtiere sind gefleckt. Der Rehbock hat ein zwei- bis achtendiges Geweih. Das weibliche Tier ist geweihlos.

 

Lebensraum:

Das Rehwild ist unsere häufigste und kleinste geweihtragende Schalenwildart, welche vom Inntal bis in das Hochgebirge vorkommt und gilt als sehr standorttreu. Das Reh wechselt die Standorte nur entsprechend den Jahreszeiten und dem Äsungsangebot. Während des Sommers hält es sich sehr gerne in Wiesen, Äckern, Feldgehölzen und Almen auf. Sind diese ohne ausreichende Nahrung im Herbst, so zieht es das Rehwild vor, sich an strauchreichen Waldrändern aufzuhalten, wo es sich von Weichhölzern, Sträuchern, Kräutern, Gräsern und Pilzen ernährt.

 

Fährte:

Das Trittsiegel eines ausgewachsenen Rehes ist ca. 45 mm lang und zirka 35 mm breit. Ein Unterschied zwischen Geiß und Bock kann nicht festgestellt werden. Zieht Rehwild vertraut, so setzt es die Schalen des Hinterlaufes fast genau in die Abdrücke der Vorderlaufschalen. Ist es jedoch flüchtig, so befinden sich die Trittsiegel der Hinterläufe vor denen der Vorderläufe.