COVID-19: Lockdown und Jagd

Gemäß den Bestimmung der mit Wirkung zum 16. Dezember 2020 in Kraft tretenden 3. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung kann die Jagd, unbeschadet der weiteren allgemeinen Schutzmaßnahmen, weiterhin ausgeübt werden. Das zuständige Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat festgehalten, dass die Jagd zu den systemrelevanten Aufgaben gehört und unter berufliche Zwecke im Sinne COVID-19 Schutzmaßnahmenverordnung zu subsumieren ist.

Jägerinnen und Jäger sollen in jedem Fall einen schriftlichen Jagderlaubnisschein (§ 12 TJG), eine gültige Tiroler Jagdkarte (§§ 11, 27 TJG) sowie das unten beigefügte COVID-Bestätigungsformular mitführen.

Zu den Ausgangsregelungen nach § 2 der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung:

§ 2.(1) Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs und das Verweilen außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr des folgenden Tages nur zu folgenden Zwecken zulässig:

  1. Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  2. Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten,
  3. Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie insbesondere
    1. der Kontakt mit
      1. dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner,
      2. einzelnen engsten Angehörigen (Eltern, Kinder und Geschwister),
      3. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich physischer oder nicht-physischer Kontakt gepflegt wird,
    2. die Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens,
    3. die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen oder die Vornahme einer Testung auf SARS-CoV-2 im Rahmen von Screeningprogrammen,
    4. die Deckung eines Wohnbedürfnisses,
    5. die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, wie Friedhofsbesuche und individuelle Besuche von Orten der Religionsausübung, sowie
    6. die Versorgung von Tieren,
  4. berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern dies erforderlich ist,
  5. Aufenthalt im Freien alleine, mit Personen aus dem gemeinsamen Haushalt oder Personen gemäß Z 3 lit. a zur körperlichen und psychischen Erholung, zur Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen, einschließlich der Teilnahme an öffentlichen Sitzungen der allgemeinen Vertretungskörper und an mündlichen Verhandlungen der Gerichte und Verwaltungsbehörden zur Wahrung des Grundsatzes der Öffentlichkeit,
  6. zur Teilnahme an gesetzlich vorgesehenen Wahlen und zum Gebrauch von gesetzlich vorgesehenen Instrumenten der direkten Demokratie,
  7. zum Zweck des zulässigen Betretens von Kundenbereichen von Betriebsstätten gemäß den §§ 5, 7 und 8 sowie bestimmten Orten gemäß den §§ 9, 10 und 11, und
  8. zur Teilnahme an Veranstaltungen gemäß § 13 Abs. 3 Z 1 bis 9 und § 14.

(2) Zum eigenen privaten Wohnbereich zählen auch Wohneinheiten in Beherbergungsbetrieben sowie in Alten-, Pflege-und Behindertenheimen.

(3) Kontakte im Sinne von Abs. 1 Z 3 lit. a und Abs. 1 Z 5 dürfen nur stattfinden, wenn daran

  1. auf der einen Seite Personen aus höchstens einem Haushalt gleichzeitig beteiligt sind und
  2. auf der anderen Seite nur eine Person beteiligt ist.

Informationen dazu sind auf der Homepage des Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz zu finden, sowie unter folgenden Links:

Jagd ist systemrelevant und weiterhin möglich

Die Jagd erfüllt einen systemrelevanten Auftrag auf Basis der neun Landesjagdgesetze. Die Jagdgesetze dienen nicht dazu, Freizeitaktivitäten der Jäger zu schützen, sondern verfolgen ausschließlich Ziele des Allgemeininteresses. Die Gefährdung des Waldes und seiner Wirkungen sowie der landwirtschaftlichen Kulturen kann nur durch eine entsprechende Bejagung der Wildstände hintangehalten werden. Die notwendigen Tätigkeiten der Jägerinnen und Jäger in den Revieren zur Erfüllung des behördlichen Auftrages orientieren sich anhand der natürlichen Vegetationszyklen der Natur und sind daher unaufschiebbar und nicht nachholbar. Die jagdliche Bewirtschaftung stellt außerdem die Gewinnung von hochwertigen Lebensmitteln und die Prävention von Tierseuchen sicher. Dies wurde bereits vom Verfassungsgerichtshof u. a. in seinem Erkenntnis vom 10.10.2017, E2446/2015, festgestellt. Das Bundesministerium hält fest, dass die Jagd daher wie Zusammenkünfte im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit zu sehen und dementsprechend weiterhin möglich ist.

 

Für die Jagd im Allgemeinen gilt:

  1. Die Ausübung der Jagd im Einzelansitz ist weiterhin auch möglich.
  2. Gemeinsame Anreisen zum Jagdrevier von haushaltsfremden Personen in einem PKW bei 2 Personen pro Sitzreihe sind möglich. Das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske ist verpflichtend.
  3. Nehmen Sie NICHT an einer Jagd teil, wenn Sie Kontakt zu Verdachtsfällen oder bestätigten COVID-19-Erkrankten hatten.
  4. Nehmen Sie NICHT an einer Jagd teil, wenn Sie COVID-19-Krankheitssymptome aufweisen oder sich krank fühlen.
  5. Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt zu anderen JagdteilnehmerInnen.
  6. Achten Sie immer auf den Sicherheitsabstand von 1 Meter zu anderen Personen.
  7. Benutzen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, sofern der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (Transport, Sammeln, Streckenlegung, etc.).
  8. Nutzen Sie regelmäßig taschentaugliche Desinfektionsmittel oder Desinfektionstücher.
  9. Nehmen Sie Ihre eigene Verpflegung (Jause & ausreichend alkoholfreie Getränke) selbständig mit.
  10. Waschen Sie sich die Hände mehrmals vor und nach der Jagd gründlich mit Seife.
  11. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  12. Nehmen Sie Ihren gebrauchten Mund-Nasen-Schutz sowie etwaige, verwendete Desinfektionstücher oder Taschentücher wieder mit und entsorgen Sie diese entsprechend im Restmüll und nicht im Jagdgebiet.

 

Jägerinnen und Jäger haben in jedem Fall einen schriftlichen Jagderlaubnisschein (§ 12 TJG) und eine gültige Tiroler Jagdkarte (§§ 11, 27 TJG) vorzuweisen. Von der Teilnahme an Gemeinschaftsjagden (Gesellschaftsjagden) und generell Zusammenkünften vor und nach der Jagd wird dringend abgeraten.

 

 

Der Dachverband JAGD ÖSTERREICH ersucht alle JagdleiterInnen und Jagdausübungsberechtigten, mit gutem Beispiel voranzugehen und alle Maßnahmen mitzutragen und korrekt einzuhalten.

Einreise nach Tirol

Gemäß der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz über die Einreise nach Österreich im Zusammenhang mit COVID-19 (COVID-19-Einreiseverordnung – COVID-19-EinreiseV) müssen sich alle Personen, die vom Ausland nach Tirol einreisen, sofort in eine zehntägige Heimquarantäne begeben bzw. können sich mit einem negativen Covid-Test nach fünf Tagen „freitesten“.

Die Durchreise durch Österreich ist ohne Zwischenstopp möglich. Freizeitaktivitäten wie Sport (z.B. Skitouren etc.) oder Besorgungen in den Nachbarländern Österreichs stellen keinen Ausnahmegrund dar und sind mit einer verpflichtenden Heimquarantäne verbunden.

Diese Covid-19-Einreise-Verordnung gilt nicht für die Einreise

  1. zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs
  2. ausschließlich aus zwingenden Gründen der Tierversorgung oder für land- und forstwirtschaftlich erforderliche Maßnahmen im Einzelfall,
  3. im Rahmen der Durchführung einer beruflichen Überstellungsfahrt/eines beruflichen Überstellungsfluges oder
  4. im zwingenden Interesse der Republik Österreich.

 

(2) Diese Verordnung gilt ferner nicht für

  1. Transitpassagiere oder die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp, die auch bei ausschließlich unerlässlichen Unterbrechungen vorliegt,
  2. die Einreise oder Wiedereinreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs zu beruflichen Zwecken, sofern es sich nicht um Personenbetreuer/innen handelt,
  3. die Einreise oder Wiedereinreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb,
  4. die Einreise oder Wiedereinreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners,
  5. die Besatzung einer Repatriierungsfahrt/eines Repatriierungsfluges einschließlich der mitreisenden Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes,
  6. die Einreise von Insassen von Einsatzfahrzeugen gemäß § 26 der Straßenverkehrsordnung 1960 (StVO 1960), BGBl. I Nr. 159/1960, und Fahrzeugen im öffentlichen Dienst gemäß § 26a StVO 1960,
  7. die Einreise von Personen, die aus Österreich kommend ausländisches Territorium ohne Zwischenstopp zur Erreichung ihres Zielortes in Österreich queren,
  8. die Einreise in die Gemeinden Vomp-Hinterriss, Mittelberg und Jungholz.

 

Im Fall einer behördlichen Überprüfung sind die Ausnahmegründe glaubhaft zu machen.

Das zuständige Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat festgehalten, dass die Jagd zu den systemrelevanten Aufgaben gehört und unter berufliche Zwecke zu subsumieren ist.

Von nicht zwingend notwendigen Einreisen in Zusammenhang mit der gesetzlich vorgeschriebenen und notwendigen Erfüllung der Abschusspläne wird jedoch abgeraten.

 

Rückreise von Österreich nach Deutschland

Gemäß der für Deutschland erlassenen Einreisevorschriften gilt: Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet (=Österreich) aufgehalten haben, besteht gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer eine Pflicht zur Absonderung.

Seit dem 8. November 2020 gilt grundsätzlich für Ein-bzw. Rückreisende aus dem Ausland, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, die Verpflichtung sich unverzüglich nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben. Außerdem müssen sich Einreisende vor ihrer Ankunft in Deutschland auf https://www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen. Nach frühestens fünf Tagen der Quarantäne können sich die Einreisenden auf SARS-CoV-2 testen lassen, um die Quarantänepflicht durch ein negatives Testergebnis zu beenden.

Nähere Infos unter:

 

Die Jagdausübung in Tirol ist in Deutschland NICHT als Ausnahme von den Quarantänebestimmungen verankert. Rückreisende Jäger aus Tirol haben sich daher in Quarantäne zu begeben.

 

Rückreise von Österreich in die Schweiz

Einreisende aus Staaten und Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko müssen in Quarantäne. Die Liste dieser Staaten und Gebiete wurde am 21. Dezember aktualisiert. Ein negatives Testresultat hebt die Quarantäne nicht auf.

Österreich ist seit dem 19.12.2020 nicht mehr auf der Liste enthalten. Sie müssen keinen negativen Coronavirus-Test vorweisen, um in die Schweiz rückzureisen.

 

Rückreise von Österreich nach Italien

Von 21. Dezember 2020 bis 6. Januar 2021 gelten verschärfte Einreisebestimmungen: Wer aus Österreich oder EU+-Ländern nach Italien einreise, muss sich in eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne begeben. Ausnahmen gelten wieder für Reisen aus beruflichen, gesundheitlichen oder Ausbildungsgründen sowie absolut notwendige Reisen.

Maßnahmen der Landesgeschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes

Aufgrund der notwendigen Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sind aktuell sämtliche Veranstaltungen des Tiroler Jägerverbandes ausgesetzt. Wir bitten um Verständnis.

Die Landesgeschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes steht in Betrieb und ist telefonisch und per E-Mail unter +43 512 571093 bzw. info@tjv.at erreichbar. Für Ihren persönlichen Besuch und die Wahrnehmung dringender, unaufschiebbarer Termine ist bitte die Einhaltung folgender Maßnahmen erforderlich:

  • Tragen von Mund-Nasen-Schutz
  • Am Eingang Registrierung per Handy oder per Anmeldeformular (contact tracing)
  • Mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Personen, die folgende Symptome aufweisen, bitten wir die Geschäfte telefonisch oder per E-Mail abzuwickeln:
    • Atemprobleme jeder Schwere: z.B. Husten, Atemnot, Kurzatmigkeit
    • Allgemeinsymptome: z.B. Niesen, Schnupfen, Fieber

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit!

Mag. Martin Schwärzler