COVID-19: Lockdown und Jagd

Gemäß den Bestimmung der mit Wirkung zum 17. November 2020 in Kraft tretenden COVID-19-Notmaßnahmenverordnung kann die Jagd, unbeschadet der weiteren allgemeinen Schutzmaßnahmen, weiterhin ausgeübt werden. Das zuständige Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat festgehalten, dass die Jagd zu den systemrelevanten Aufgaben gehört und unter berufliche Zwecke im Sinne COVID-19 Schutzmaßnahmenverordnung zu subsumieren ist.

Jägerinnen und Jäger sollen in jedem Fall einen schriftlichen Jagderlaubnisschein (§ 12 TJG), eine gültige Tiroler Jagdkarte (§§ 11, 27 TJG) sowie das unten beigefügte COVID-Bestätigungsformular mitführen.

Zu den Ausgangsregelung nach § 1 der COVID-19 Notmaßnahmenverordnung:

§1.(1) Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 und zur Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung ist das Verlassen des eigenen privaten Wohnbereichs und der Aufenthalt außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs nur zu folgenden Zwecken zulässig:

  1. Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  2. Betreuung von und Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen sowie Ausübung familiärer Rechte und Erfüllung familiärer Pflichten,
  3. Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, wie insbesondere
    1. der Kontakt mit
      1. dem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Lebenspartner,
      2. einzelnen engsten Angehörigen,
      3. einzelnen wichtigen Bezugspersonen, mit denen in der Regel mehrmals wöchentlich Kontakt gepflegt wird,
    2. die Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens,
    3. die Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen,
    4. die Deckung eines Wohnbedürfnisses,
    5. die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, wie Friedhofsbesuche und individuelle Besuche von Orten der Religionsausübung, sowie
    6. die Versorgung von Tieren,
  4. berufliche Zwecke und Ausbildungszwecke, sofern dies erforderlich ist,
  5. Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung,
  6. zur Wahrnehmung von unaufschiebbaren behördlichen oder gerichtlichen Wegen,
  7. zur Teilnahme an gesetzlich vorgesehenen Wahlen und zum Gebrauch von gesetzlich vorgesehenen Instrumenten der direkten Demokratie,
  8. zum Zweck des zulässigen Betretens von Kundenbereichen von Betriebsstätten gemäß den §§ 5, 7 und 8 sowie bestimmten Orten gemäß den §§ 9, 10 und 11, und
  9. zur Teilnahme an Veranstaltungen gemäß den §§ 12 und 13.

(2) Zum eigenen privaten Wohnbereich zählen auch Wohneinheiten in Beherbergungsbetrieben sowie in Alten-, Pflege-und Behindertenheimen.

 

Informationen dazu sind auf der Homepage des Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz zu finden, sowie unter folgenden Links:

Jagd ist systemrelevant und weiterhin möglich

Die Jagd erfüllt einen systemrelevanten Auftrag auf Basis der neun Landesjagdgesetze. Die Jagdgesetze dienen nicht dazu, Freizeitaktivitäten der Jäger zu schützen, sondern verfolgen ausschließlich Ziele des Allgemeininteresses. Die Gefährdung des Waldes und seiner Wirkungen sowie der landwirtschaftlichen Kulturen kann nur durch eine entsprechende Bejagung der Wildstände hintangehalten werden. Die notwendigen Tätigkeiten der Jägerinnen und Jäger in den Revieren zur Erfüllung des behördlichen Auftrages orientieren sich anhand der natürlichen Vegetationszyklen der Natur und sind daher unaufschiebbar und nicht nachholbar. Die jagdliche Bewirtschaftung stellt außerdem die Gewinnung von hochwertigen Lebensmitteln und die Prävention von Tierseuchen sicher. Dies wurde bereits vom Verfassungsgerichtshof u. a. in seinem Erkenntnis vom 10.10.2017, E2446/2015, festgestellt. Das Bundesministerium hält fest, dass die Jagd daher wie Zusammenkünfte im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit zu sehen (gem. § 2 Abs. 1 Z 4 sowie § 13 Abs. 3 Z 2 COVID-19-SchuMaV) und dementsprechend weiterhin möglich ist.

 

Für die Jagd im Allgemeinen gilt:

  1. Die Ausübung der Jagd im Einzelansitz ist weiterhin auch möglich.
  2. Gemeinsame Anreisen zum Jagdrevier von haushaltsfremden Personen in einem PKW bei 2 Personen pro Sitzreihe sind möglich. Das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske ist verpflichtend.
  3. Nehmen Sie NICHT an einer Jagd teil, wenn Sie Kontakt zu Verdachtsfällen oder bestätigten COVID-19-Erkrankten hatten.
  4. Nehmen Sie NICHT an einer Jagd teil, wenn Sie COVID-19-Krankheitssymptome aufweisen oder sich krank fühlen.
  5. Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt zu anderen JagdteilnehmerInnen.
  6. Achten Sie immer auf den Sicherheitsabstand von 1 Meter zu anderen Personen.
  7. Benutzen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, sofern der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (Transport, Sammeln, Streckenlegung, etc.).
  8. Nutzen Sie regelmäßig taschentaugliche Desinfektionsmittel oder Desinfektionstücher.
  9. Nehmen Sie Ihre eigene Verpflegung (Jause & ausreichend alkoholfreie Getränke) selbständig zu einer mit.
  10. Waschen Sie sich die Hände mehrmals vor und nach der Jagd gründlich mit Seife.
  11. Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  12. Nehmen Sie Ihren gebrauchten Mund-Nasen-Schutz sowie etwaige, verwendete Desinfektionstücher oder Taschentücher wieder mit und entsorgen Sie diese entsprechend im Restmüll und nicht im Jagdgebiet.

 

Jägerinnen und Jäger haben in jedem Fall einen schriftlichen Jagderlaubnisschein (§ 12 TJG) und eine gültige Tiroler Jagdkarte (§§ 11, 27 TJG) vorzuweisen. Von der Teilnahme an Gemeinschaftsjagden (Gesellschaftsjagden) und generell Zusammenkünften vor und nach der Jagd wird dringend abgeraten.

 

 

Der Dachverband JAGD ÖSTERREICH ersucht alle JagdleiterInnen und Jagdausübungsberechtigten, mit gutem Beispiel voranzugehen und alle Maßnahmen mitzutragen und korrekt einzuhalten.

 

Maßnahmen der Landesgeschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes

Aufgrund der notwendigen Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sind bis jedenfalls Ende November sämtliche Veranstaltungen des Tiroler Jägerverbandes ausgesetzt. Wir bitten um Verständnis.

Die Landesgeschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes steht in Betrieb und ist telefonisch und per E-Mail unter +43 512 571093 bzw. info@tjv.at erreichbar. Für Ihren persönlichen Besuch und die Wahrnehmung dringender, unaufschiebbarer Termine ist bitte die Einhaltung folgender Maßnahmen erforderlich:

  • Tragen von Mund-Nasen-Schutz
  • Am Eingang Registrierung per Handy oder per Anmeldeformular (contact tracing)
  • Mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen
  • Personen, die folgende Symptome aufweisen, bitten wir die Geschäfte telefonisch oder per E-Mail abzuwickeln:
    • Atemprobleme jeder Schwere: z.B. Husten, Atemnot, Kurzatmigkeit
    • Allgemeinsymptome: z.B. Niesen, Schnupfen, Fieber

 

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen gute Gesundheit!

Mag. Martin Schwärzler