Mutmaßliche Wolfssichtung in Fiss

Kürzlich konnte ein Tiroler Jäger im Gemeindegebiet Fiss mehrere Fotos zweier wolfsähnlicher Tiere durch ein Spektiv aufnehmen. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei den fotografierten Tieren um Wölfe. Eine eindeutige Aussage ist anhand des Bildmaterials aber nicht möglich. Die Behörde bittet um weitere Hinweise.

Ob es sich bei den am vergangenen Samstag beobachteten und durch ein Spektiv fotografierten Tieren im Gemeindegebiet von Fiss um einen Wolfshund oder einen Wolf handelt, ist weiterhin nicht eindeutig zu beantworten. Die Behörde bittet um weitere Hinweise.

„Wir können anhand des Bildmaterials derzeit keine hundertprozentige Aussage treffen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei den fotografierten Tieren um Wölfe handelt“, sagt Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Zur Beurteilung der Fotos hat er auch ExpertInnen aus anderen Ländern herangezogen. Einige Anhaltspunkte sprechen für einen Wolf, eine Bestätigung ist anhand der Bilder allein aber nicht möglich. „Auch sind bis dato keine weiteren Meldungen über Sichtungen oder Schäden bei uns eingegangen“, so Bezirkshauptmann Markus Maaß. Fest steht, dass es sich auf den Bildern um zwei verschiedene Tiere handelt. Eines der beiden Tiere ist ein Rüde.

Um eventuell zu einer genetischen Abklärung zu kommen und etwas über die Herkunft und das Geschlecht der Tiere zu erfahren, ersucht die Behörde um weitere Hinweise. Bilder, Losung und eventuelle Risse bitte an die Bezirkshauptmannschaft Landeck melden. Erster Ansprechpartner ist Amtstierarzt Eduard Martin.

„Wölfe meiden in der Regel den Kontakt mit Menschen“, erklärt Martin Janovsky. Wer einem Wolf begegnet, sollte Abstand halten und einige grundsätzliche Verhaltensregeln beachten.

  • Haben Sie Respekt vor dem Tier.
  • Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück.
  • Falls Sie einen Hund dabei haben, sollten Sie diesen in jedem Fall anleinen und nahe bei sich behalten.
  • Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar. Der Wolf wird sich daraufhin in der Regel entfernen.
  • Laufen Sie nicht hinterher – Wölfe sind keine Kuscheltiere.
  • Füttern Sie niemals Wölfe – die Tiere lernen sonst sehr schnell, Menschen mit Futter zu verbinden und suchen eventuell aktiv die Nähe des Menschen auf.

Meldungen (Bilder, Losung, Risse) bitte an die BH Landeck

Amtstierarzt Mag. Eduard MARTIN – 0676/88 508 5540

Bei Nichterreichbarkeit des Amtstierarztes: Umweltreferent Mag. Manuel WOLF: Tel. 0676/88 508 5520; Büro Bezirkshauptmann Dr. Markus Maaß: Tel. 0512/508-5402; Büro Umwelt & Anlagen: Tel. 0512/508-5521