Gemeinsam gegen den Mähtod

Die ersten Kitze sind bereits gesetzt und bestens getarnt im frischen Grün der Wiesen und Felder. Gleichzeitig stehen gerade jetzt die ersten Mähtermine der Landwirte bevor. Um Mähverluste so gering wie möglich zu halten, ist die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Jäger von Bedeutung. Doch auch weitere Helfer sind immer gern gesehen.

Laut Schätzungen fallen jährlich etwa 25.000 Rehkitze in Österreich den Mähwerken zum Opfer. Die Zusammenarbeit von Landwirten und Jägern leistet hier einen wesentlichen Beitrag, den Mahdverlust so gering wie möglich zu halten. Ein neuer Folder des Tiroler Jägerverbandes, der Landwirtschaftskammer Tirol und der Landarbeiterkammer Tirol informiert über Möglichkeiten und einfache Techniken den Mahdverlust zu minimieren. Vom richtigen Zeitpunkt über die Mähmethode bis hin zu verschiedenen Maßnahmen, um die Kitze vorab in Sicherheit zu bringen – im Info-Folder ist das Wichtigste zusammengefasst.

 

Wichtig ist das richtige Verhalten

Wenn ein Kitz gefunden wird, sollte es ohne direkten Körperkontakt aus den Gefahrenbereich gebracht werden. Grasbüschel eignen sich hervorragend, um den menschlichen Geruch bei der Aufnahme eines Kitzes zu überdecken. Zu beachten ist zudem, dass Wildscheuen und das Abgehen der Wiesen mehrere Tage vor der Mahd wirkungslos sind, da sich Rehe rasch daran gewöhnen und die Kitze wieder zurück in die Wiese führen.

 

Der Folder dient als Information der Öffentlichkeit, Jäger und Landwirte und eignet sich auch als Hintergrundinformation für Interessierte oder Helfer aus der Bevölkerung.