Die Blattzeit steht bevor

Die Brunftzeit der Rehe naht und somit ist es Zeit, vielversprechende Blattplätze zu suchen und herzurichten und das Blattinstrument hervorzukramen, um sich in der Wiedergabe naturgetreuer Locklaute einzuüben.

Die Blattjagd – Es ist die Jagdart, mit der ältere und reife Böcke am sichersten in den Anblick gelockt werden können. Mit dem Sprengfieplaut in ihrem Territorium gereizt, erscheinen sie in kürzester Zeit. Ihr urplötzliches Zustehen begeistert und fasziniert immer wieder aufs Neue. Dabei hat der Jäger die Chance, sich an wenigen Tagen im August mehrere „seiner“ Böcke nicht nur anzuschauen. Er hat Auswahl und er spart sich eine Menge Zeit an oft vergleichsweise langwierigem Ansitzaufwand. Zudem wird er belohnt mit dem Gefühl, jagdliches Handwerk vom feinsten zu beherrschen.

Obwohl das alles verständlich ist, haben viele Jäger mit ihrem Blatten keinen oder nur mäßigen Erfolg. Das Hauptproblem beim Erlernen des Blattens ist, dass diese Laute in der Natur nur selten zu hören sind und es immer weniger Jäger gibt, die diese Locklaute naturgetreu wiedergeben können.

Bläst der lernende Jäger in sein Blattinstrument einfach auf gut Glück hinein, ohne von den Hundert möglichen Lauten, die ein Blatter nun mal hergibt, den richtigen Ton nachhaltig zu treffen, dann kommt halt ein Mäusebussard, eine Waldohreule oder ein Eichelhäher geflogen, vielleicht auch ein Fuchs angeschnürt. Aber es kommt nur selten ein Bock. Und wenn der in der Ferne stehende Bock keine Anstalten zum Zustehen macht oder gar flüchtig abgeht, ist das ebenfalls ein Zeichen, dass der Ton gewaltig daneben liegt.

Text: Dr. Bartel Klein

In seiner neuen DVD von 2018 “So lernen Sie das Blatten” gibt Dr. Bartel Klein eine Anleitung für JägerInnen, um das Blatten mit allen gängigen Hilfsmitteln zu erlernen, sowie wertvolle Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Blattjagd. Weitere Infos unter: dr-bartel-klein.de